Analysen­verzeichnis

Antistreptolysin-O

Stamminformationen

Analysenname
Antistreptolysin-O
Indikation
Nachweis und Verlaufskontrolle einer Infektion mit Streptokokken der Gruppe A, Folgekrankheiten: rheumatisches Fieber, Endokarditis,
Glomerulonephritis, Chorea minor
Suchbegriffe
Antistreptolysin-O-Antikörper, ASLO, ASO, Antistreptolysintiter, Streptococcus, Antistreptolysin, engl. antistreptococcal antibody titers

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Serum 2 Wo bei +4 - 8°C
Bemerkung Nachbestellung
7d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Proteine/ Entzündung

Analytik

Methode
Immunturbidimetrie
Analysenfrequenz
täglich (Mo - Sa)
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Alter
Referenzbereich
0-16 Jahre
Erwachsene > 16 Jahre
< 150 U/ml
< 200 U/ml

Störfaktoren: Lipämie

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Streptokokken der Gruppe A setzen Enzyme frei, gegen die das Immunsystem des Patienten Antikörper bildet: Streptolysin O, Hyaluronidase, Desoxyribonuklease.

Die Antikörper gegen Streptokokkenenzyme können die Rolle von Autoantikörpern übernehmen,
indem sie mit strukturell ähnlichen Epitopen auf den Gelenksynovia, vor allem der grossen Gelenke
kreuzreagieren und eine meist vollständig reversible, migrierende Mono- oder Polyarthritis
verursachen (Ausnahme: rheumatism fibrieux Jaccoud, selten).

Die Antistreptolysin - Antikörper sind ebenfalls kreuzreaktiv gegen Herzgewebe (molecular mimicry).
So kann eine rheumatische Karditis entstehen: Myokarditis, Perikarditis und Endokarditis mit
Valvulitis, Myokarditis und Perikarditis sind oft reversibel, bei einer Valvulitis kann eine
Klappeninsuffizienz resultieren.

Auch Glomerulonephritiden treten nach einer Streptokokkeninfektion auf, dies aber nicht wegen einer
Kreuzreaktivität der Antikörper, sonder durch die massenhaft anfallenden Immunkomplexen, welche
sich in den Glomeruli ablagern.

Rheumatisches Fieber tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf (5 - 15 Jahre), kann aber auch
in andere Altersgruppen sporadisch vorkommen. Symptome des Rheumatischen Fiebers treten
typischerweise 2-3 Wochen nach einer Streptokokken-Infektion des Rachens (Angina) auf.