Bilirubin total
Stamminformationen
| Analysenname | Bilirubin total |
| Indikation | Diagnose, Differenzialdiagnose und Verlaufsbeurteilung des Ikterus |
| Suchbegriffe | Bilirubin, Gesamtbilirubin (= konjugiertes und unkonjugiertes Bilirubin) |
Präanalytik
| Material | Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml | ||||||||||
| Bemerkungen | PatientenvorbereitungErwachsene: Patient unbedingt nüchtern (4 Stunden Nahrungskarenz), keine körperliche Betätigung vor Blutentnahme ProbeentnahmeProbe vor Licht schützen | ||||||||||
| Mindestvolumen | 2 ml | ||||||||||
| Haltbarkeit / Lagerung | Plasma bei + 4 - 8 °C | ||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | bis zu 4 h nach Blutentnahme | ||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Auftragsformular | Klinische Chemie / Autoimmunität |
| Rubrik | Leber/ Stoffwechsel |
Analytik
| Methode | Farbtest, Bestimmung nach Wahlefeld (modifizierte Malloy-Evelyn Methode) mit Diazoreagenz (DPD-Methode) [Cobas 8000] | ||||||||||||||
| Analysenfrequenz | Mo - Fr | ||||||||||||||
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen. Messungenauigkeit < 4%. Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 68%
Störfaktoren: Licht, Indocyaningrün | ||||||||||||||
| Umrechnung / Faktor | [µmol/L] × 0.0585 = [mg/dL] [mg/dL] × 17.1 = [µmol/L] | ||||||||||||||
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Strukturformel: Bilirubin entsteht beim Abbau des Häms. Dessen Tetrapyrrolring wird aufgespaltet und dabei ein Molekül CO freigesetzt. Es entsteht zuerst das grüne Biliverdin, das dann durch Reduktion einer Doppelbindung zwischen dem 2. und dem 3. Pyrrolring in die gelbbraune Verbindung Bilirubin umgewandelt wird. Bilirubin ist schlecht wasserlöslich und wird für den Transport im Plasma an Albumin gebunden.
In der Leber wird Bilirubin durch Konjugation seiner beiden Propionsäuregruppen mit Glucuronsäure wasserlöslich gemacht. Es entstehen Bilirubin-Monoglucuronid und Bilirubin-Diglucuronid, die mit der Galle in den Darm ausgeschieden werden. Darmbakterien wandeln die Bilirubin-Glucuronide in Urobilinogen um. Ein Teil des des Urobilinogens gelangt über den enterohepatischen Kreislauf wieder ins Plasma und als Urobilin in den Urin. Der Rest wird im Darm weiter zu Stercobilin reduziert, das mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Man unterscheidet drei Fraktionen Bilirubin im Plasma, nämlich:
Wird das direkte Bilirubin bestimmt, erfasst man hauptsächlich Bc und Bd, aber nur einen kleinen Anteil von Bu. Der Name rührt davon her, dass bei der früheren Bestimmungsmethode nach Jendrassik und Grof, Bc und Bd direkt einen Azofarbstoff bilden, der photometrisch gemessen wird. Bu müsste für eine Farbreaktion erst durch einen Zusatz in Lösung gebracht werden; dieser Schritt wird heute weggelassen. Für die Bestimmung des totalen Bilirubins wird im IKCI die DPD-Methode nach Wahlefeld et al. verwendet. Alle drei Fraktionen werden durch Zusatz eines Detergens in Lösung gebracht und bilden mit 2,5-Dichlorphenyldiazoniumchlorid einen Azofarbstoff, der photometrisch gemessen wird. Das unkonjugierte Bilirubin (Bu) lässt sich abschätzen, ~ totales minus direktes Bilirubin. Interpretation:
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