Analysen­verzeichnis

Blei

Stamminformationen

Analysenname
Blei
Indikation
Arbeitsmedizinische Untersuchung (Beurteilung der Bleibelastung bei beruflicher Exposition), Verdacht auf akute oder chronische Intoxikation
Suchbegriffe
Chem. Zeichen Pb

Präanalytik

Material
Spontanurin oder 24h-Sammlung ohne Zusatz [Urinmonovette gelb]
Bemerkungen

Probeentnahme

Morgenurin bevorzugt

Mindestvolumen
2 Urinmonovetten (10 ml)
Haltbarkeit / Lagerung
Urin 7d bei + 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Urin Monovette NFT nativ8.5 ml389210Allgemein
Urin Monovette NFT nativ10 ml389211Allgemein
Urinbecher NFT100 ml389208Allgemein
Urinsammelflasche NFT3000 ml389209Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen
Rubrik
Zusätzliche Analysen: handschriftl. Eintrag

Analytik

Methode
Massenspektrometrie (ICP-MS)
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
Serum
-
< 480 nmol/l

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Blei (Pb) ist ein giftige Schwermetall mit der Ordnungszahl 82. Es gehört zu den für den Menschen nicht essenziellen Ultraspurenelementen.

Blei wird hauptsächlich über die Nahrung und Getränke aufgenommen. Es wird in den Erythrozyten angereichert und über die Nieren (und über den Stuhl) wieder ausgeschieden. Der Rest lagert sich im Körper an.

Rund 70 (Kinder) - 90 (Erwachsene)% der Gesamtbleilast befinden sich als tertiäres Bleiphosphat oder an Apatit gebundnen in den Knochen. Der Rest ist im Weichgewebe, vorwiegend Leber, Niere und Gehirn, gebunden an Zellmembranen und Mitochondrien oder im Blut. Im Blut ist das Blei meist an Hämoglobin gebunden.

Die tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag liegt bei 3.5 μg/kg Körpergewicht. Toxische Dosen beginnen bei 1 mg/Tag, 3,5 mg/Tag führen nach einigen Monaten zu einer Vergiftung. Es verursacht akute und chronische Schädigungen der Hämatopoese und des zentralen Nervensystems. Bei hohen Dosen werden auch die Nieren und der Gastrointestinaltrakt angegriffen.
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