Analysen­verzeichnis

C1-Esterase-Inhibitor funktionell und immunologisch

Stamminformationen

Analysenname
C1-Esterase-Inhibitor funktionell und immunologisch
Indikation
Diagnose eines Angioödems, Differenzialdiagnostik Ödeme
Suchbegriffe
Komplement (-Faktor) C1-Esterase-Inhibitor funktionell und immunologisch (Konzentration)

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml;Citrat, Monovette blau, 3.0ml (nicht die hellblauen PFA-Röhrchen!)
Bemerkungen

Probeentnahme

1 Serum [Monovetten braun] und 1 Citrat [Monovette blau]

Probenbehandlung

Proben zentrifugieren, Serum und Citrat Plasma abpipettieren und einfrieren.

Mindestvolumen
1.5 ml Serum und 1.5 ml Citrat
Haltbarkeit / Lagerung
Tiefgefroren
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Proteine/ Entzündung

Analytik

Methode
Photometrisch (Kinetische Messung) (funktionell) / Immunnephelometrie (immunologisch)
Analysenfrequenz
einmal pro Woche (funktionell) / Mo - Fr (immunologisch)
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
C1-Esterase-Inhibitor
Referenzbereich
funktionell
> 70%
immunologisch
0.1 - 0.3 g/l

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
C1-Esterase-Inhibitor ist der Inhibitor der aktivierten Komplementkomponenten C1r und C1s, die am Beginn des klassischen Weges der Komplementaktivierung stehen. Der C1-Inhibitor verhindert eine überschiessende Aktivierung des Komplementsystems. Ausserdem ist er der physiologisch wichtigste plasmatische Inhibitor für den aktiven Gerinnungsfaktor XII (FXIIa) und inaktiviert Enzyme der Fibrinolyse (TPA) sowie Bradykinin.

Ein erblicher Mangel an C1-Inhibitor ruft das hereditäre angioneurotische Ödem hervor. Die Vererbung erfolgt autosomal dominant. Episodisch kommt es dabei zu Schwellung des Gesichtes, der Extremitäten, der Luftwege und der Abdominalorgane (krampfartige Schmerzen, Diarrhoe). Das hereditäre Angiooedem kann durch eine Synthesestörung von C1-INH (vermindere Konzentration) oder durch eine funktionelle Insuffizienz (Aktivität vermindert) des C1-INH entstehen.