Analysen­verzeichnis

CDT (Carbohydrate Deficient Transferrin)

Stamminformationen

Analysenname
CDT (Carbohydrate Deficient Transferrin)
Indikation
Verdacht auf Alkoholmissbrauch, Differentialdiagnose chronischer
Hepatopathien, Verlaufskontrolle bei Alkoholkarenz
Suchbegriffe
Carbohydrate deficient transferrin, Asialotransferrin, Desialotransferrin

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Serum 2 Wo bei +4 - 8°C
Bemerkung Nachbestellung
7 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Zusätzliche Analysen: handschriftl. Eintrag

Analytik

Methode
Kapillar - Elektrophorese
Analysenfrequenz
2 x pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Wert
Interpretation
< 1.3 %
negativ
1.3 - 1.6 %
grenzwertig (kontrollbedürftig)
> 1.6 %
pathologisch

CDT (bestehend aus Asialo-, und Disialotransferrin) wird als Prozentanteil des Gesamttransferrins angegeben.

Störfaktoren: Hämolyse, Heparin, genetische Varianten, Mono- oder polyklonale Gammopathien, mehrfach eingefrorene und aufgetaute Proben, Endstadium Leberzirrose

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Carbohydrate-deficient transferrin (CDT) ist die Summe der unter chronischem Alkoholmissbrauch vermehrt vorliegenden Kohlenhydrat-defizienten Transferrinisoformen. Dazu gehören Asialotransferrin, Monosialotransferrin und Disialotransferrin.

Transferrin ist ein Glykoprotein, welches Eisen binden kann. Es bestitzt zwei Kohlenhydratketten, die eine unterschiedliche Anzahl an endständigen Sialinsäureresten besitzen. Im Normalfall findet man im Blut Transferrin-Isoformen von keinem bis zu 8 Sialinsäureresten (Asialo- bis Octasialotransferrine). Die Tetrasialotransferrine Form bildet mit rund 80% den Hauptanteil, währen die Disialotransferrine-Isoform mit nur 1% am seltensten vorkommt.

Ethanol- und/oder Acetaldehyd-induzierte Synthesestörungen der Transferrin-N-Glykane führt zu einem Anstieg der CDT-Serumkonzentration. Erniedrigte mRNA-Konzentrationen und eine gesteigerte Aktivität von N-Glykan abbauenden Enzymen führt zu einer verringerten Aktivität der Enzyme, die an der Kohlenhydratkettensynthese beteiligt sind.