Analysen­verzeichnis

CRP

Stamminformationen

Analysenname
CRP
Indikation
Diagnose-, Verlaufs- und Therapiebeurteilung entzündlicher Reaktionen, Differenzialdiagnose zwischen bakterieller und viraler Meningitis, Erkennung postoperativer Komplikationen
Suchbegriffe
C-reaktives Protein, hsCRP siehe unten

Präanalytik

Material
Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml
Mindestvolumen
1 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Plasma 1 Woche bei + 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
1 Woche
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Li-Heparin Monovette mit Gel4.9 ml308176Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität;Laborauftrag Sursee / Wolhusen

Analytik

Methode
immunologischer Trübungstest [Cobas 8000] Standard: CRM 470
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 4%.


Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 118%

Material
Alter
Referenzbereich
Li-Heparin-Plasma
Kinder / Erwachsene
< 5 mg/l
Umrechnung / Faktor
[mg/L] × 9.52 = [nmol/L]
[mg/dL] × 95.2 = [nmol/L]
[mg/L] × 0.1 = [mg/dL]
[mg/dL] × 10.0 = [mg/L]
[mg/dL] × 0.01 = [g/L]
[g/L]× 100 = [mg/dL]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibungdas
C-reaktives Protein (CRP) verdankt seinen Namen der Tatsache, dass es das C-Polysaccharid der Pneumokokken-Kapsel bindet. Es ist Akute-Phase-Protein und wird in der Leber als Antwort auf eine Entzündung oder einen Gewebsschaden synthetisiert. Die Synthese wird durch Zytokine (IL-6) stimuliert. Beim Gesunden bildet die Leber weniger als 10 mg CRP pro Tag; im Fall einer Entzündung kann die Syntheserate auf über 1 g pro Tag ansteigen.

CRP steigt vor allem bei bakteriellen Infektionen an, wird aber grundsätzlich bei allen Gewebsschädigungen freigesetzt, also auch bei Traumata und nach Operationen. CRP hilft bei der unspezifischen Immunabwehr und beim "Wegräumen" von Zelltrümmern. In Gegenwart von Ca2+ kann CRP an Phospholipide binden, wie sie z. B. in Bruchstücken zerstörter Zellmembranen exponiert werden, oder in den Zellwänden von Bakterien und Pilzen vorkommen. CRP kann auch DNA und Histone aus beschädigten Zellen binden. CRP aktiviert die Komplementkaskade und die Phagozytose von Pathogenen durch Granulozyten. Makrophagen besitzen ebenfalls Rezeptoren für CRP.

Kinetik: das Maximum der CRP Konzentration wird zwischen 24 und 48 h nach Trauma oder Infektion erreicht. Die Halbwertszeit beträgt 9 - 12 Std. in vivo, so dass Veränderungen in den Entzündungsprozessen durch serielle Messungen registriert werden können.

CRP wird schon in utero produziert, etwa ab der 26. SSW.

CRP ist ein pentameres Protein aus 5 gleichen Untereinheiten mit je 206 Aminosäuren. Das Molekulargewicht beträgt 120' 000 Dalton, d.h. 24' 000 Dalton pro Untereinheit. CRP gehört zu einer Familie calciumbindender Proteine, die als Pentaxine bezeichnet werden. In der Bindungseigenschaften kann es mit dem ebenfalls pentameren IgM verglichen werden: auch dies hat eine sehr hohe Avidität.

High sensitive CRP (hsCRP) ist ein empfindlicherer Test, der tiefere Konzentrationen von CRP messen kann. hsCRP wird vor allem bei der Risikostratifizierung bei akutem Coronarsyndrom propagiert. Allerdings sind die cut-off Werte für jedes Risiko anders zu setzen. Das hsCRP muss innerhalb von 48 Std. nach Anfang der entsprechenden Symptomatik bestimmt werden, sonst ist keine Aussage möglich. hsCRP wird durch die AHA noch nicht empfohlen. Das IKCI bietet die Analyse daher nicht an, sie kann aber in einem Partnerlaboratorium angefordert werden.

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