Analysen­verzeichnis

Chitotriosidase

Stamminformationen

Analysenname
Chitotriosidase
Indikation
Verdacht auf Morbus Gaucher Typ 1, Nieman-Pick,
Verlaufsparameter bei Enzymersatztherapie bei M.Gaucher
Suchbegriffe
M. Gaucher

Präanalytik

Material
Serum, Monovette rot, 4.9ml
Bemerkungen

Material

NICHT ZENTRIFUGIERT (Ausnahmefall Wochenende siehe Bemerkungen.)

Probenbehandlung

Serumröhrchen nicht zentrifugieren, Vollblut verschicken!

Mindestvolumen
3 ml Vollblut NICHT zentrifugiert
Haltbarkeit / Lagerung
48 h bei 4-8 °C
Bemerkung Nachbestellung
auf Anfrage möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT Monovette4.9 ml308171Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Kinderspital Zürich ZHK
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Zusätzliche Analysen, Handeintrag Bitte zusätzlich auch Auftragsformular Kinderspital Zürich, Stoffwechselanalysen ausfüllen!

Analytik

Methode
Enzymatischer Assay
Analysenfrequenz
nach Bedarf
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Alter
Referenzbereich
-
0.15 - 0.9 nmol/min/ml

Störfaktoren: Zeitverlust zwischen Entnahmedatum und Materialeingang (max. 48h)

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Chitotriosidase ist ein Enzym, das für den Abbau von Chitin zuständig ist. Es besteht aus einer N-terminalen katalytischen Domäne und einer C-terminalen Chitinbindenden Domäne. Diese sind über eine flexible Region miteinander verbunden sind. Es gibt zwei bekannte Isoformen, ein 50 kDa (466 Aminosäuren) grossen Protein und ein 39 kDa (387 Aminosäuren) grosses. In Geweben, speziell in den dortigen Lysosomen, kommt vorwiegend das 39 kDa Enzym vor, währen das 50 kDa-Enzym im Blutkreislauf (Serum) überwiegt. Beide Enzyme sind aber katalytische aktiv.
Synthetisiert wird das 50 kDa-Protein mehrheitlich in den Makrophagen und Monozyten, von wo aus es teilweise zu den Lysosomen weitergeleitet wird. Dies geschieht nicht, wie sonst bei lysosomalen Enzymen üblich, über die Wechselwirkung von Mannose-6-Phosphat-Rezeptoren und den N-Glykanen.

Die Aktivität des Enzyms ist bei Patienten mit Infektionen, chronischen Entzündungen und degenerativen Erkrankungen erhöht. Die Chitotriosidase besitzt einen Vorteil bei der Bekämpfung von chitinhaltigen Erregern wie Pilzen und Parasiten. Bis zu 6% der europäischen Bevölkerung besitzen aber nur einen sehr niedrigen bis nicht nachweisbaren Chitotriosidase-Aktivität.