Analysen­verzeichnis

Chlorid

Stamminformationen

Analysenname
Chlorid
Indikation
Störungen des Elektrolyt- bzw. Säure-Basen-Stoffwechsels (besonders hypokaliämische Alkalose)
Suchbegriffe
Chlor, chem. Zeichen Cl

Präanalytik

Material
Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml
Mindestvolumen
2.5 ml
Haltbarkeit / Lagerung
7 d bei 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
7 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Li-Heparin Monovette mit Gel4.9 ml308176Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität;Laborauftrag Sursee / Wolhusen
Rubrik
Elektrolyte

Analytik

Methode
direkte Potentiometrie mit ionenselektiver Elektrode (ISE) [Cobas 8000]
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 2%.


Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 5%

Material
Alter
Referenzbereich
Li-Heparin-Plasma
Kinder <6 M
97 - 108 mmol/l
7 M - 1 J
97 - 106 mmol/l
Kinder und Erwachsene
98 - 107 mmol/l

Störfaktoren: Perchlorat-Medikation kann zu falsch hohen Werten führen. Volumenverdrängungseffekt:
Pseudohypochlorämie bei ausgeprägter Hypertriglyzeridämie oder Hyperproteinämie
Pseudohyperchlorämie bei längerer Bromid-Einnahme (negative Anionenlücke möglich)
Umrechnung / Faktor
[mmol/L] = [mEq/L]

Zusatzinformationen

AnalysenbeschreibungAbweichungen des Chlorids im Urin ergeben sich,
Chlorid ist das mengenmässig bedeutendste Anion des Plasmas und des Interstitiums. Als "Partner" des bedeutendsten Kations, des Natriums, ändert es seine Konzentration meist im gleichen Sinn, wenn die
Na+-Konzentration durch Störungen oder durch die Regelmechanismen der Osmolalität und des Extrazellulärvolumens verändert wird.
Dies trifft nicht zu, wenn eine Störung des Säuren-Basen-Haushalts vorliegt. Chlorid und Bicarbonat ergänzen einander (bei normaler Anionenlücke) zu etwa 130 mmol/L. Chlorid kann sich dann spiegelbildlich zum Bicarbonat verhalten und entsprechend vermehrt oder vermindert sein.
  • wenn Chlorid auf einem andern Weg verloren geht
  • wenn neben Cl- noch relevante Mengen anderer Anionen ausgeschieden werden, z.B. HCO3 - (Bicarbonat), Lactat, Oxalat, Anionen von Medikamenten usw.
  • wenn der Urin neben Na+ und K+ noch andere Kationen (z. B. NH4+) in grösseren Konzentrationen enthält
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