Analysen­verzeichnis

FSH

Stamminformationen

Analysenname
FSH
Indikation
Frauen: Zyklusstörungen, Sterilitätsdiagnostik, Hirsutismus, Hormonsubstitution nach der Menopause
Männer: Hypogonadismus, Sterilitätsdiagnostik
Suchbegriffe
Follikelstimulierendes Hormon, Follitropin

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Blutspiegel tageszeitabhängig

Probeentnahme

Blutentnahme zwischen 7 und 9 Uhr

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Serum 5d bei 20-25°C, 2 Wochen bei + 4 - 8 °C, 6 Monate bei -20°C (nur einmal einfrieren)
Bemerkung Nachbestellung
7d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Hormone

Analytik

Methode
Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA), Sandwichprinzip [Cobas 8000] Standard: 2. IRP 78/549
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 3%.

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
Frauen:
Follikelphase
Ovulationsphase
Lutealphase
Postmenopause
3.5 - 12.5 IU/l
4.7 - 21.5 IU/l
1.7 - 7.7 IU/l
25.8 - 134.8 IU/l

Männer
1.5 - 12.4 IU/l

Störfaktoren: Antikörper gegen tierische Immunglobuline (z. B. HAMA), Antikörper gegen Streptavidin, Biotin-Dosen (>5mg/Tag)
Umrechnung / Faktor
[IU/L] = [mlU/mL]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
FSH wird in der Adenohypophyse synthetisiert. Unter dem Einfluss des Hypothalamushormons Gonadorelin (GnRH) wird FSH in Pulsen freigesetzt, deren Frequenz im Verlauf des Menstruationszyklusses ändert. FSH stimuliert bei Frauen die Follikelreifung und die Bildung von Östrogenen in den Granulosazellen. Bei Männern stimuliert FSH die Spermatogenese. Die Granulosazellen der Follikel und die Sertolizellen des Hodens bilden das Protein Inhibin, das die Freisetzung von FSH hemmt. Ferner besteht eine negative Rückkopplung zwischen Oestradiol und FSH.

FSH bildet mit LH, TSH und HCG eine Familie strukturverwandter Glykoproteine. Alle diese Hormone bestehen aus zwei Eiweissketten (genannt alpha- und beta-), die nichtkovalent miteinander verbunden sind. Die alpha-Kette, bestehend aus 92 Aminosäuren mit 2 an Asparagin gebundenen Kohlenhydrateinheiten, ist bei allen identisch. Die beta-Kette bestimmt die Spezifität des FSH. Sie besteht aus 115 Aminosäuren und besitzt 2 an Asparagin gebundene variable Kohlenhydrateinheiten.

Humanes FSH ist heterogen. Es besteht aus Isoformen zweier Peptidketten, die sich in der Glykosylierung unterscheiden - einer der Gründe für die Tatsache, dass sich die Ergebnisse verschiedener FSH-Bestimmungsmethoden unterscheiden.

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