Analysen­verzeichnis

Glucose

Stamminformationen

Analysenname
Glucose
Indikation
Verdacht auf bakterielle Meningitis
Suchbegriffe
Glucose im CSF

Präanalytik

Material
Liquor cerebrospinalis [steriles Spitzröhrchen]
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

siehe Blaubuch Medizin, Lumbalpunktion, 11.1.1

Mindestvolumen
1.0 ml Liquor
Haltbarkeit / Lagerung
Liquor cerebrospinalis bei 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
innerhalb 12h
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Spitzbodenröhrchen11 ml377196Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen;Laborauftrag Sursee / Wolhusen

Analytik

Methode
UV-Test, Hexokinase-Methode [Cobas 8000]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
Liquor cerebrospinalis
bis 16 Jahre
3.33 - 4.44 mmol/l*
Erwachsene
2.22 - 3.89 mmol/l*

*bzw. etwa 60 % des Plasma Glucose-Wert [Plasma/Vollblut]
Umrechnung / Faktor
[mmol/L] × 18.02 = [mg/dL]
[mg/dL] × 0.0555 = [mmol/L]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Das Gehirn deckt einen wesentlichen Teil seines Energiebedarfs mit dem anaeroben Abbau von Glucose zu Lactat. Das Lactat im Liquor stammt beim Gesunden aus dem Glucoseabbau im Gehirn.

Enthält der Liquor Zellen (Bakterien, Leukozyten, Erythrozyten), steigt der Laktatwert, da auch diese ihren Energiebedarf durch Glykolyse decken. Eine erniedrigte Glucose und ein erhöhtes Lactat im Liquor weisen auf eine bakterielle Infektion hin. Bei viralen Infektionen sind die Werte meist im normalen Bereich.

Glucose passiert die Blut-Liquorschranke, daher stehen Glucose im Liquor im Gleichgewicht mit der Glucose im Blut. Erhöhte oder erniedrigte Blutzuckerspiegel können die Konzentration im Liquor beeinflussen. Deshalb sollte gleichzeitig eine Glucosemessung im Plasma/Vollblut erfolgen.

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