Harnstoff
Stamminformationen
| Analysenname | Harnstoff |
| Indikation | Überprüfung der Nierenfunktion |
| Suchbegriffe | Urea, BUN, Urinstickstoff |
Präanalytik
| Material | Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml | ||||||||||
| Bemerkungen | PatientenvorbereitungPatient unbedingt nüchtern (12 Stunden Nahrungskarenz) | ||||||||||
| Mindestvolumen | 1 ml | ||||||||||
| Haltbarkeit / Lagerung | Plasma 1 Wo bei + 4 - 8 °C | ||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | 7 d | ||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Auftragsformular | Klinische Chemie / Autoimmunität;Laborauftrag Sursee / Wolhusen |
Analytik
| Methode | kinetischer UV-Test, Urease-GLDH-Methode [cobas 8000] | |||||||||||
| Analysenfrequenz | Mo - Fr | |||||||||||
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Messungenauigkeit < 4%.
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| Umrechnung / Faktor | mmol/l Harnstoff x 6.006 = mg/dl Harnstoff mmol/l Harnstoff x 0.06006 = g/l Harnstoff mmol/l Harnstoff-Stickstoff x 2.801 = mg/dl Harnstoff-Stickstoff mmol/l Harnstoff-Stickstoff x 0.02801 = g/l Harnstoff-Stickstoff mg/dl Harnstoff x 0.467 = mg/dl Harnstoff-Stickstoff Wird als Probe 24‑h‑Sammelurin verwendet, das Ergebnis mit dem 24‑h- Volumen multiplizieren, um Werte in g bzw. mmol/24 h zu erhalten. | |||||||||||
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Struktur: Harnstoff ist bei Säugetieren das stabile und ungiftige Endprodukt, das beim Proteinabbau aus dem Stickstoff der Aminogruppen entsteht. Der Stickstoff wird zuerst als Ammoniak freigesetzt und anschliessend im Harnstoffzyklus in Harnstoff umgewandelt. Eine proteinreiche Ernährung erhöht die Bildung und Ausscheidung von Harnstoff. Ausgeschieden er hauptsächlich über die Nieren. In geringen Mengen aber auch über den Schweiss sowie im Darm, wo er von Bakterien abgebaut wird.
Harnstoff wird glomerulär filtriert; ein Teil diffundiert im proximalen und distalen Tubulus wieder zurück. Die Rückdiffusion im distalen Tubulus wird durch Vasopressin gesteigert. Erst wenn die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) auf etwa ein Viertel der Norm abgefallen ist, beginnt der Plasmaharnstoff über den Normbereich hinaus anzusteigen. Im englischen Sprachraum wird oft von einem "Urin-Stickstoff" BUN gesprochen. Dieser wird wie folgt aus der Harnstoffkonzentration berechnet. |
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