Analysen­verzeichnis

Kryoglobuline

Stamminformationen

Analysenname
Kryoglobuline
Indikation
Verdacht auf Kryoglobulinämie bei lymphoproliferativen Erkrankungen, Hepatitis, Purpura, Arthralgien, multiplem Myelom, Makroglobulinämie Waldenström, Autoimmunerkrankungen, Infektionen usw.
Suchbegriffe
Cryoglobuline

Präanalytik

Material
Serum [Monovette braun] auf 37°C vorgewärmt!
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

telelefonische Anmeldung notwendig am Vortag bis 19.00 Uhr (Tel. 5252), Patient unbedingt nüchtern (12 Stunden Nahrungskarenz)

Probeentnahme

Blutentnahme in vorgewärmte Röhrchen. Blut muss bei 37°C durchgerinnen (4h Wärmeschrank). Anschliessend sofort bei 37°C zentrifugieren (Achtung: Zentrifuge auf 37°C vorwärmen!), Serum trennen und bei Raumtemperatur verschicken.

Mindestvolumen
2 Monovetten
Haltbarkeit / Lagerung
keine Aufbewahrung
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität;Laborauftrag Sursee / Wolhusen

Analytik

Methode
Beurteilung der Ausfällung/Trübung
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
Serum
Erwachsene
Kryoglobuline nicht nachweisbar

Zusatzinformationen

AnalysenbeschreibungBiochemie

Kryoglobuline sind definiert als Immunglobuline oder Komplexe aus Immunglobulinen, die bei Temperaturen unter 35 °C eine reversible Fällung bilden oder gelieren. Das heisst auch, dass die Temperatur der Röhrchen niemals unter 37 °C fallen darf! Daher wird die Blutentnahme immer im Beisein des Laborpersonals mit vorgewärmter Kanüle und Röhrchen vorgenommen.

Nicht zu den Kryoglobulinen gezählt werden Kryofibrinogen, Lipoproteine und Fibronectin, die ebenfalls in der Kälte präzipitieren können. Auch die Kälteagglutinine gehören nicht zu den Kryoglobulinen. Kälteagglutinine sind IgM-Autoantikörper gegen Erythrozyten.

Bei den Kryoglobulinen unterscheidet man drei Typen:

  • Typ I: monoklonales IgG, IgA, IgM oder Leichtketten oder Schwerketten
    Krankheitsassoziation: multiples Myelom, M. Waldenström, CLL
  • Typ II: Mischkomplexe aus monoklonalen und polyklonalen Immunglobulinen vom Typ IgM-IgG, IgG-IgG, IgA-IgG
    Krankheitsassoziation: rheumatoide Arthritis, Sjögren-Syndrom, essentielle Kryoglobulinämie
  • Typ III: Mischkomplexe aus polyklonalen Immunglobulinen : IgM-IgG oder IgM-IgG-IgA
    Krankheitsassoziation: Autoimmunerkrankungen oder Infektionskrankheiten wie Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis, Sjögren-Syndrom, chronisch aktive Hepatitis, proliferative Glomerulonephritis.

Klinik
Die Symptome treten bei Kälte auf: Raynaud-Phänomen, Vaskulitiden, Kälteurtikaria, Purpura, Blutungsneigungen und periphere Thrombosen mit Gangrän.
Links zu Analysen