Analysen­verzeichnis

Lupus-Antikoagulans

Stamminformationen

Analysenname
Lupus-Antikoagulans

Präanalytik

Material
Citrat, Monovette blau, 2.9 ml
Bemerkungen

Probeentnahme

Vene maximal 1 Minute stauen, die ersten ml Blut müssen verworfen oder für eine andere Analyse verwendet werden. Das Mischverhältnis muss genau stimmen.

Probenbehandlung

Die Analytik muss innert 5 h nach der Blutentnahme erfolgen. Das Citrat-Blut zwei mal zentrifugieren (Tc-Zahl < 10 Giga/L), das Plasma in Spezialröhrchen aliquotieren (mind. 2 Portionen à 1 ml), bei -30°C tiefgefrieren.
Die Spezialröhrchen können bei uns im Hämatologie-Labor angefordert werden.

Mindestvolumen
2 x 2.9 ml Citrat-Blut
Haltbarkeit / Lagerung
Plasma, tiefgefroren (-70°C)
Bemerkung Nachbestellung
Bis zu 5 h nach Blutentnahme. Tiefgefrorenes Plasma kann während 1 Jahr verarbeitet werden.
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Citrat Monovette 3.2%2.9 ml315080Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Inselspital Bern, Hämostase Labor
Auftragsformular
Hämostase
Rubrik
Thrombophilie-Abklärung

Analytik

Methode
Koagulometrisch (turbidimetrisch)
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Die Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Für die Untersuchung des Lupus Antikoagulans werden immer zwei Methoden durchgeführt, dRVVT und dPTT. Für jede Methode wird ein Screen (Resultat in Sekunden) und ein Bestätigungstest (Confirm, Resultat in Sekunden) durchgeführt. Das Endresultat ergibt sich als normalisierte Ratio (NR = Ratio Screen geteilt durch Ratio Confirm).

Im dRVVT-Test gilt ein Resultat von 1.26 - 1.78 als schwach, ein Resultat von 1.79 - 2.37 als mässig und ein Resultat > 2.37 als stark positiv.
Im dPTT-Test gilt ein Resultat von 1.33 - 1.94 als schwach, ein Resultat von 1.95 - 2.64 als mässig und ein Resultat > 2.64 als stark positiv.

Die Tests interagieren mit direkten oralen Antikoagulantien (DOAC), Marcoumar, und Heparinen mit hohem Heparinspiegel (therapeutisch bis supratherapeutisch), Akut-Phasereaktion, etc. und können in diesen Situationen falsch positiv ausfallen.
Es wird zur gesamten LA-Bestimmung eine Interpretation der Resultate abgegeben (negativ, positiv, nicht sicher interpretierbar/ beurteilbar), die labormedizinische Interpretation / Validation erfolgt dabei soweit klinische Angaben, Angaben bezüglich DOAC, Marcoumar etc bei der Anforderung der Teste angegeben sind.
Zudem muss das Testresultat durch den/die behandelnde (n) Arzt / Ärztin immer im Zusammenhang mit der Klinik und den Ergebnissen der Anti-Cardiolipin-Antikörper und der Anti-Beta2-Glykoprotein-Antikörper interpretiert werden. Ggfs. Rücksprache mit Konsiliararzt/Dienstarzt Hämatologie halten.

Zusatzinformationen