Analysen­verzeichnis

Melatonin

Stamminformationen

Analysenname
Melatonin

Präanalytik

Material
EDTA-Plasma [Monovette violett]
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

24 Stunden vor der Probenahme keine Nüsse, Bananen, Schokolade, Pflaumen, Avocado, Aubergine, Tomate, Ananas, Kiwi, Wegerich, Koffein (Kaffee, Tee), Nikotin, Alkohol.
Patient sollte zum Zeitpunkt der Probenahme nüchtern sein.

Probeentnahme

Proben sofort nach Entnahme auf Eiswasser ins Labor bringen.Innerhalb 30 Min. nach Blutentnahme zentrifugieren und sofort in 2 Aliquots à mind. 1 ml EDTA-Plasma (Idealerweise bei -80 °C) tiefkühlen.

Probenbehandlung

Proben innerhalb 30 Min. nach Blutentnahme zentrifugieren und sofort in 2 Aliquots à mind. 1 ml EDTA-Plasma (Idealerweise bei -80 °C) tiefkühlen.

Mindestvolumen
2 EDTA-Monovetten à 2.7 ml oder 1 EDTA-Monovette à 4.9 ml
Haltbarkeit / Lagerung
gefroren vorzugsweise -80 °C
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
EDTA Monovette2.6 ml313201Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Handschriftlicher Eintrag

Analytik

Methode
LC-MS/MS
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Melatonin ist ein biogenes Amin, das in der Epiphyse (Zirbeldrüse) durch die enzymatische Umwandlung von Serotonin entsteht. Die Umwandlung erfolgt in zwei Schritten, wobei die Acetylierung des Serotonins (1.Schritt) geschwindingkeitsbestimmend ist. Sie wird durch die Serotonin-N-Acetyltransferase katalysiert, welche durch Licht gehemmt wird.

Melatonin reguliert verschiednen Aspekte des Tag-Nacht-Rhythmus. Es interagiert mit verschiedenen Rezeptoren, die hauptsächlich in hypothalamischen Kernen exprimiert sind. Die Rezeptoren findet man auch in anderen Organen, beispielsweise in thermoregulatorischen Zellen des Hirnstamms, zerebralen Blutgefässen, der Retina, im Gastrointestinaltrakt und auf Zellen des Immunsystems.

Die maximalen Melatoninkonzentrationen werden Nachts zwischen 2 und 4 Uhr erreicht. Tageslicht, besonders kurzwelliges Licht im blauen Spektralbereich, inhibiert die Melatoninausschüttung.