Analysen­verzeichnis

Metanephrin und Normethanephrin

Stamminformationen

Analysenname
Metanephrin und Normethanephrin
Indikation
Verdacht auf Phäochromozytom bei unauffälliger Katecholaminausscheidung

Präanalytik

Material
24h-Urin mit Salzsäure
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Nach Möglichkeit: 3d vor Entnahme absetzen: Adelphan, Aldomet, Arterenol, Dopamin, Isoprenalin, Isuprel, Novadral
24h vor der Entnahme: kein Kaffee, Tee, Schokolade, Banane, Walnüsse, Mandeln, Aubergine, Kiwi, Avocado, Pflaume, Tomate und Alkohol.

Probeentnahme

Sammelbehälter und Salzsäure (15 mL HCl 6N) anfordern, Salzsäure vor Beginn der Sammlung in den Behälter geben, 24h-Urin sammeln in Sammelbehälter, Menge notieren (auf Auftragsformular und Probenröhrchen), gut mischen, mindestens 2 Urinmonovetten aus 24h-Sammlung einschicken

Probenbehandlung

Wichtig: HCL-Zusatz vor der ersten Urinsammlung in den Sammelbehälter füllen! Proben vor Licht schützen.

Mindestvolumen
2 Urinmonovetten, lichtgeschützt!
Haltbarkeit / Lagerung
4-8 °C 2 Tage, -20° C 4 Wochen
Bemerkung Nachbestellung
Nachbestellung nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
UriSet 24h mit Salzsäure3000 ml389213Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
CHUV Laboratoire Central de Chimie Clinique
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen
Rubrik
Endokrinologie

Analytik

Methode
LC-MS
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Der Begriff "Metanephrine" steht für Metanephrin und Normetanephrin. Metanephrine sind stabil, wenn der Urin von Beginn der Sammlung an angesäuert ist und die Analyse innerhalb einer Woche nach Sammlung durchgeführt wird. Sonst einfrieren! z.B. Spoturine

Metanephrine in Urin werden bei der Vorbehandlung der Probe säure-hydrolisiert, so dass die sulfonierte Metanephrine in freie Metanephrine umgewandelt werden. Daher ist die Konzentration der Metanephrine im Urin zwei bis drei Grössenordnungen höher als das Plasma-Metanephrin des entsprechenden Patienten. Plasma-Metanephrin hat nach vielen Literaturquellen eine höhere Sensitivität für die Diagnostik des Phäochromozytoms. Die Analytik ist aber sehr aufwändig und es gibt einige Aufbereitungsschritte, welche nicht immer quantitativ reproduzierbar sind.