Mykobakteriologie (TB-Diagnostik) Molekularer Direktnachweis von M. tuberculosis-Komplex inkl. Resistenzprüfung (Rifampicin und Isoniazid)
Stamminformationen
| Analysenname | Mykobakteriologie (TB-Diagnostik) Molekularer Direktnachweis von M. tuberculosis-Komplex inkl. Resistenzprüfung (Rifampicin und Isoniazid) |
| Indikation | Die isolierte DNA wird in diesem molekulargenetischen Testsystem zur Identifizierung des M. tuberculosis-Komplexes sowie der Rifampicin- und Isoniazid-Resistenz verwendet. Der Fluorotype MTBDR (für Direktnachweis) wird nur als Zusatztest zu Mikroskopie und Kultur angeboten. |
Präanalytik
| Material | Dekontaminiertes Probenmaterial |
| Bemerkungen | MaterialDer GenoType MTBDRplus (Direktnachweis) wird automatisch aus jedem mikroskopisch positiven, dekontaminierten Probenmaterial durchgeführt. |
| Mindestvolumen | 0.7 ml dekontaminiertes Probematerial |
| Haltbarkeit / Lagerung | bei 4° C |
| Bemerkung Nachbestellung | bis max. 4 Monate nach Probenentnahme möglich |
Ausführung
| Institut / Labor | Medizinische Mikrobiologie |
| Auftragsformular | Mikrobiologie [blau] |
| Rubrik | Mykobakterien (Tuberkulose) |
Analytik
| Methode | Fluorotype MTBDR
Der Test diagnostiziert M. tuberculosis-Komplex, kann aber nicht zwischen den einzelnen Species (z.B. M. tuberculosis, M. bovis, BCG etc.) unterscheiden. Dies erfolgt mit einem zusätzlichen Line Probe Assay.
Bei Vorliegen des Wildtyps (keine Mutation auf dem rpoB-Gen) kann zu 95% davon ausgegangen werden, dass der Keim gegenüber RMP (Rifampicin) sensibel ist. Liegt der Wildtyp des katG-Gens vor (keine Mutation), kann zu ca. 50% angenommen werden, dass der Keim gegenüber INH sensibel ist. Eine Mutation auf dem katG-Gen ist Hinweis für eine high-level Resistenz gegenüber INH, eine Mutation auf dem inhA-Gen zeigt in der Regel eine low-level Resistenz an. |
| Analysenfrequenz | Nach Bedarf |
| Referenzbereich | - |