Natrium
Stamminformationen
| Analysenname | Natrium |
| Indikation | Überprüfung der Elektrolyte, des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts sowie der an der Natrium-Homöstase beteiligten Organe (Nieren, Nebennierenrinde), Neuromuskuläre Funktionsstörungen, Überwachung von Medikamenten welche auf die Natriumkonzentration einwirken (Diuretika) |
| Suchbegriffe | engl. sodium, chem. Zeichen Na |
Präanalytik
| Material | Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml | ||||||||||
| Bemerkungen | ProbeentnahmeVene maximal 2 Minuten stauen | ||||||||||
| Mindestvolumen | 2 ml | ||||||||||
| Haltbarkeit / Lagerung | 14 d bei RT, 14 d bei 2-8 °C, stabil bei -20 °C | ||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | 7 d | ||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Auftragsformular | Klinische Chemie / Autoimmunität;Laborauftrag Sursee / Wolhusen |
Analytik
| Methode | indirekte Potentiometrie mit ionenselektiver Elektrode (ISE) [Cobas 8000] | ||||||||
| Analysenfrequenz | Mo - Fr | ||||||||
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Messungenauigkeit < 2%. Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 3%
Störfaktoren: veränderte Protein-/Lipidkonzentrationen können die Ergebnisse fälschen (erhöhter Proteinspiegel = Pseudohyponatriämie,erniedrigter Proteinspiegel = Pseudohypernatriämie) | ||||||||
| Umrechnung / Faktor | [mmol/L] = [mEq/L] |
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Verteilung des Natriums im Körper: Natrium ist im extrazellulären Raum mit etwa 140 mmol/l das mengenmässig bedeutendste Kation; intrazellulär beträgt seine Konzentration weniger als 10 mmol/l. Umgekehrt ist Kalium intrazellulär mit ca. 160 mmol/l vertreten, während seine Konzentration in der Extrazellulärflüssigkeit zwischen 4 und 5 mmol/l liegt. Für diesen lebenswichtigen Ionengradient sorgt u. a. die Na+/ K+-ATPase, ein in der Zellmembran verankertes Enzym , das gegen ein Konzentrationsgefälle Na+ aus der Zelle hinaus und K+ in die Zelle hineinpumpt und dafür Energie benötigt. - Extrazellulärer Raum, ohne Knochen (ERZ) 50% - Knochensubstanz 40% - Transzellulärer Raum 8% - Intrazellulärer Raum (IZR) 2% Natrium- und Wasserhaushalt sind miteinander gekoppelt. Na+ und Cl- sind die mengenmässig wichtigsten osmotisch aktiven Substanzen des Extrazellulärraumes. In der Niere wird die Ausscheidung von Natrium und Wasser so reguliert, dass das Extrazellulärvolumen in etwa konstant bleibt und die Osmolalität des Plasmas zwischen 280 - 300 mosmol/kg beträgt. Dabei spielen zwei ineinander greifende hormonelle Regelkreise eine Rolle:
Natrium wird glomerulär filtriert. Normalerweise werden > 99 % der filtrierten Menge im Tubulus wieder rückresorbiert. Eine Änderung der Natriumausscheidung ergibt sich u. a.
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