Natrium
Stamminformationen
| Analysenname | Natrium |
| Indikation | Verdacht auf Hyponatriämie, Verdacht auf Hypernatriämie, Störungen der Wasserbilanz |
| Suchbegriffe | engl. sodium, Na, FE(Na), RIFLE, Fraction excreted |
Präanalytik
| Material | Spontanurin ohne Zusatz [Urinmonovette gelb] oder 24h-Urin ohne Zusatz | |||||||||||||||||||||||||
| Bemerkungen | MaterialAus Urin mit Säurezusatz nicht möglich. ProbeentnahmeSpontanurin: - | |||||||||||||||||||||||||
| Haltbarkeit / Lagerung | 14 d bei + 4 - 8 °C | |||||||||||||||||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | 7 d | |||||||||||||||||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Auftragsformular | Urin / andere Materialien / Med. / Drogen;Laborauftrag Sursee / Wolhusen |
Analytik
| Methode | indirekte Potentiometrie mit ionenselektiver Elektrode (ISE) [Cobas 8000] | ||||||
| Analysenfrequenz | Mo - Fr | ||||||
| Referenzbereich | Die Ausscheidung von Natrium, Kalium und Chlorid im Urin ist von der Nahrungszufuhr abhängig und daher signifikanten Schwankungen unterworfen. Die Natriumkonzentration im Urin hängt zudem stark von der Ausscheidungsmenge ab, ist daher oft wenig aussagefähig und sollte deswegen - insbesondere bei Spontanurin - auf das Kreatinin bezogen werden. Aussagekräftiger ist die Bestimmung von Natrium im Sammelurin bezogen auf 1 Tag. Messungenauigkeit < 2%.
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| Umrechnung / Faktor | [mmol] = [mEq] |
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Verteilung des Natriums im Körper: Natrium ist im extrazellulären Raum mit etwa 140 mmol/l das mengenmässig bedeutendste Kation; intrazellulär beträgt seine Konzentration weniger als 10 mmol/l. Umgekehrt ist Kalium intrazellulär mit ca. 160 mmol/l vertreten, während seine Konzentration in der Extrazellulärflüssigkeit zwischen 4 und 5 mmol/l liegt. Für diesen lebenswichtigen Ionengradient sorgt u. a. die Na+/ K+-ATPase, ein in der Zellmembran verankertes Enzym , das gegen ein Konzentrationsgefälle Na+ aus der Zelle hinaus und K+ in die Zelle hineinpumpt und dafür Energie benötigt. - Extrazellulärer Raum, ohne Knochen (ERZ) 50% - Knochensubstanz 40% - Transzellulärer Raum 8% - Intrazellulärer Raum (IZR) 2% Natrium- und Wasserhaushalt sind miteinander gekoppelt. Na+ und Cl- sind die mengenmässig wichtigsten osmotisch aktiven Substanzen des Extrazellulärraumes. In der Niere wird die Ausscheidung von Natrium und Wasser so reguliert, dass das Extrazellulärvolumen in etwa konstant bleibt und die Osmolalität des Plasmas zwischen 280 - 300 mosmol/kg beträgt. Dabei spielen zwei ineinander greifende hormonelle Regelkreise eine Rolle:
Natrium wird glomerulär filtriert. Normalerweise werden > 99 % der filtrierten Menge im Tubulus wieder rückresorbiert. Eine Änderung der Natriumausscheidung ergibt sich u. a.
Bei einer Niereninsuffizienz ist es fot wichtig, die fraktionale Natriumausscheidung zu bestimmen (FE(Na). Die Bedeutung der fraktionale Exkretion liegt in der DIfferenzierung zwischen prärenaler, intrarenaler und postrenaler Niereninsuffizienz.
Die FE(Na) berechnet man wie folgt FENa= 100*(U-Na x P-Creat)/(P-Na * U-Creat) Für Harnstoff wird gleich vorgegangen: Die fraktionelle Harnstoff-Ausscheidung beträgt: FEUrea= 100*(UHarnstoff*P-Creat)/(P-Harnstoff*U-Creat) Beim akuten Nierenversagen steigt P-Creatinin und nimmt das Urinvolumen stetig ab. Die Krankheit wird in Stadien eingeteilt. Die Kriterien für die Stadien sind als RIFLE oder AKIN-Kriterien bekannt. RIFLE ist ein Akronym, es steht für Risk, Injury, Failure, Loss, ESRD (Endstage renal disease). In der folgenden Tabelle sind die Kriterien aufgeführt: Die AKIN-Stadien haben keine Einteilung für Loss und ESRD, weil diese als Folge einer Niereninsuffizienz betrachtet werden. | |||||
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