Analysen­verzeichnis

Oestradiol

Stamminformationen

Analysenname
Oestradiol
Indikation
Frauen: Zyklusstörungen, Sterilitätsdiagnostik, hormonelle Stimulation der Ovulation, In vitro-Fertilisation, Hormonsubstitution nach der Menopause, Tumormarker bei Östradiol-produzierenden Ovarialtumoren
Männer: Hypogonadismus, Sterilitätsdiagnostik
Suchbegriffe
Östradiol, Estradiol, E2

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
2 d bei +4-8 °C, 6 Monate bei -15-20 °C (nur einmal einfrieren)
Bemerkung Nachbestellung
2 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Sexualhormone

Analytik

Methode
Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA), kompetitiv [Cobas 8000] Untere Nachweisgrenze: 18 pmol/L
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 4%.

Geschlecht
Referenzwert (pmol/l)
weiblich
Postmenopause
< 18.4 - 505
Schwangere
-1. Trimester
-2. Trimester
-3. Trimester
563 - 11'902
5'729 - 78'098
31'287 - >110'110
Follikelphase
114 - 332
Ovulationsphase
222 - 1959
Lutealphase
222 - 854
männlich

41.4 - 159

Störfaktoren: hohe Biotin-Dosen (> 5mg/Tag) / Proben von Patienten, die mit Impfstoffen in Berührungen gekommen sind, welche Kaninchenserum enthalten oder die Kaninchen als Haustiere halten, können falsche Ergebnisse aufweisen / Steroidmedikamente / Antikörper gegen Streptavidin und Ruthenium stören
Umrechnung / Faktor
[pmol/L] × 0.272 = [pg/mL]
[pg/mL] × 3.67 = [pmol/L]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Unter der Wirkung von FSH wird Oestradiol bei Frauen in den Granulosazellen des Ovars, bei Männern in den Hoden und bei beiden Geschlechtern in der Nebennierenrinde synthetisiert. Die Vorläufer Testosteron und Androstendion werden mit Hilfe des Enzyms Aromatase in Oestradiol umgewandelt. Im Plasma wird Oestradiol zum überwiegenden Teil an das SHBG (Sex hormone binding globulin) und an Albumin gebunden.

Oestradiol wird vorwiegend in der Leber zu Oestron und Oestriol und zu deren Glucuroniden und Sulfaten metabolisiert und im Urin ausgeschieden.

Oestrogene sind für Wachstum und Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane unentbehrlich. In einem fein abgestimmten Wechselspiel mit Progesteron und Inhibin steuert Oestradiol die Freisetzung der Gonadotropine LH und FSH im Verlauf des Zyklus. Oestradiol bewirkt bei Frauen den Aufbau des Endometriums in der ersten Zyklushälfte, das Reifen der Follikel und den Anstieg von LH in der Zyklusmitte. Hohe Oestradiolspiegel hemmen die Freisetzung von FSH. Daneben schützt Oestradiol vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor Osteoporose.

Auch bei Männern ist Oestradiol neben Testosteron und Inhibin an der Steuerung der Gonadotropinfreisetzung beteiligt.

Chemische Struktur:

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