Analysen­verzeichnis

Orexin A (Hypocretin-I)

Stamminformationen

Analysenname
Orexin A (Hypocretin-I)

Präanalytik

Material
Liquor cerebrospinalis
Bemerkungen

Material

Analyse ausserhalb des akkreditierten Bereichs.
Keine Pflichtleistung der Krankenkasse.

Probeentnahme

Probe nach Entnahme sofort ins Labor bringen

Probenbehandlung

sofort, möglichst bei - 80°C, einfrieren, keine Glasröhrchen verwenden

Mindestvolumen
0.6 ml Liquor
Haltbarkeit / Lagerung
Sofort, möglichst bei - 80 °C, einfrieren.
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Spitzbodenröhrchen11 ml377196Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Universitätsspital Zürich , Klinische Chemie (IKC)
Auftragsformular
UniversitätsSpital Zürich IKC Routine 1
Rubrik
Rückseite, Liquor, Handeintrag

Analytik

Methode
RIA (Radio Immuno Assay)
Analysenfrequenz
6x jährlich (Februar/April/Juni/August/Oktober/Dezember)
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Bereich
Grenzwert
normal
> 200 pg/ml
Graubereich
110 - 200 pg/ml
Narkolepsie wahrscheinlich
<110 pg/ml

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Orexine sind orexigene Substanzen, welche aus einem Vorläuferpolypeptid aus den Neuronen des Hypothalamus gebildet werden. Durch proteolytische Umwandlungen entstehen die Neuropeptide Orexin A und B. Beeinflusst wird die Expression durch die Glukose- und Leptin-Konzentration. Absinkende Konzentrationen von Leptin und Insulin führen zur verstärkter Ausschüttung der Orexine.

Orexin A besteht aus 33 Aminosäuren und zwei Peptidketten mit einer Molmasse von 3'561kD. Es beeinflusst die Nahrungsaufnahme 100 mal stärker als Orexin B, welches vorallem den Energiehaushalt des Organismus beeinflusst. Zusätzlich regulieren die Orexine auch den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Psychosomatik und Kognition.
Neben dem ZNS können Orexinrezeptoren auch in der Niere, den Nebennieren, in Pankreas, Gonaden, Lunge und Darm nachgewiesen werden.