Analysen­verzeichnis

Osteocalcin

Stamminformationen

Analysenname
Osteocalcin
Indikation
Verdacht auf pathologisch erhöhte Osteoblastenaktivität

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml, gefroren
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Patient nüchtern

Probeentnahme

Blutentnahme zwischen 8 und 10 Uhr, Monovette auf Eis vorkühlen

Probenbehandlung

Nativblut nach vollständiger Gerinnung spätestens nach 30 Min, zentrifugieren, das Serum sofort abtrennen und sofort gefrieren.

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
bei -20°C
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Rückseite Knochenstoffwechsel

Analytik

Methode
Chemilumineszenz-Immunoassay
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzwerte sind methodenabhängig, für Osteocalcin auch alters- und geschlechtsabhängig. Bitte beachten Sie die Angaben auf dem Befundformular.

Störfaktoren: Calcitriol, Anticonvulsiva, Glucocorticoide

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Osteocalcin ist ein Peptidhormon, welches von Osteoblasten und Odontoblasten gebildet wird. Die im Protein enthaltenen Glutamatreste werden Vitamin-K-abhängig carboxyliert. Das fertige Protein wird dann zum Teil in der Knochenmatrix eingebaut. Etwa 2-3% der Knochenmatrix besteht aus Osteocalcin, das dort Calcium bindet. Es wird auch in die Blutbahn sezerniert, wo es schnell durch Proteasen degradiert wird, was die kurze Halbwertszeit von 4 min ausmacht. Ausgeschieden wird es vorwiegend renal.

Osteocalcin ist essentiell für die Knochenmineralisierung, welche sie inhibiert. Die zirkulierende Konzentration von Osteocalcin refklektiert die Osteoblastenaktivität und wird somit auch von allen Faktoren beeinflusst, die den Knochenumsatz beeinflussen.

Weitere, nicht ossäre Funktionen, des Osteocalcins wurden in den letzten Jahren erst entdeckt. Es scheint über verschiedenen Mechanismen die Insulinwirkung des Glukosemetabolismus zu steigern. Ausserdem wurde eine lipolytische Funktion im Fettgewebe erkannt.
Im männlichen Hoden scheint es über einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor, an der Testosteronsynthese mitzuwirken.