Analysen­verzeichnis

Oxalsäure / Oxalat

Stamminformationen

Analysenname
Oxalsäure / Oxalat
Indikation
Überprüfung von Risikofaktoren für Nierensteine (calciumhaltige Steine)
Suchbegriffe
Oxalat

Präanalytik

Material
24h-Urin mit Salzsäure in Sammelbehälter (Labor KCI) oder Urinportion mit Salzsäure
Bemerkungen

Material

Nicht möglich aus Urin ohne Säurezusatz!

Patientenvorbereitung

Drei Tage vor und während der Sammlung: Oxalsäurearme Diät einhalten:
keine Tomaten, Rhabarber, Gurken, Spargeln, Spinat, Schokolade und Vitamin C-haltige Präparate, sowie kein Schwarztee, Eistee.

Probeentnahme

Salzsäure vor Beginn der Sammlung in den Behälter geben, 24h-Urin sammeln, Menge notieren (auf Auftragsformular und Probenröhrchen)
Spoturin ist auch möglich, muss im Labor auf pH < 2 angesäuert werden. Das entspricht ca. 100 ul 25 % HCL auf volle 8.5 ml Monovette, bei weniger Urin entsprechend anpassen.

Mindestvolumen
2 Urinmonovetten
Haltbarkeit / Lagerung
Angesäuert 6 Tage 20-25 °C, 7 Tage bei 2-8 °C, 7 d bei -20 °C
Bemerkung Nachbestellung
7 Tage, nur möglich, wenn auch im KCI Analysen durchgeführt wurden.
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
UriSet 24h mit Salzsäure3000 ml389213Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen
Rubrik
Urin-Chemie Allgemein

Analytik

Methode
Enzymatischer Farbtest
Analysenfrequenz
Montag und Mittwoch
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
Serum
-
< 500 umol/l

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Es gibt primäre und sekundäre Ursachen für einer Hyperoxalurie.

Bei den primären Hyperoxalurien Typ I–III handelt es sich um seltene autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselkrankheiten. Durch Enzymdefekten kommt es zu einer Überproduktion von Oxalat, was die Konzentration des Oxalat im Urin erhöht.

Eine sekundäre Hyperoxalurie entsteht durch eine erhöhte Oxalatzufuhr über die Nahrung (oxalatreiche Lebensmittel sind z.B. Rhabarber, Mangold, Spinat, rote Beete, Mandeln, Schwarztee und Schokolade) oder ist Folge einer vermehrten intestinalen Resorption von Oxalat im Rahmen einer Malabsorption von Fetten und Gallensäuren (z.B. bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Kurzdarmsyndrom).

Eine hohe Konzentration von Oxalat im Urin ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Nierensteinen.

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