Analysen­verzeichnis

Paracetamol

Stamminformationen

Analysenname
Paracetamol
Indikation
Verdacht auf Medikamentenmissbrauch und Intoxikation
Suchbegriffe
Acetaminophen Handelspräparate: u. a. Dafalgan, Influbene, Panadol, Treupel, Tylenol

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Bemerkungen

Probenbehandlung

Serum sofort nach Zentrifugation abtrennen

Mindestvolumen
1 ml
Haltbarkeit / Lagerung
7 d bei +4-8 °C, 6 Monate bei -15-20 °C (nur abgetrennte Proben)
Bemerkung Nachbestellung
7 d (nur abgetrennte Proben)
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
LUKS Intern: IKCI Urin / Liquor
Rubrik
Rückseite Medikamente Formular externe Einsender: Plasma/Serum 2

Analytik

Methode
Enzymimmunoassay [Cobaspro c 503]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
üblicher therapeutischer Bereich
Serum
66 - 199 µmol/l

Störfaktoren: In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.
Umrechnung / Faktor
μg/mL x 6.62 = μmol/L
μg/mL x 1.0 = mg/L

Zusatzinformationen

AnalysenbeschreibungProteinbindung: 10 - 50%
Chemische Struktur:

Paracetamol (Acetaminophen) ist in zahlreichen rezeptfrei erhältlichen Schmerzmitteln enthalten.
Paracetamol wirkt analgetisch und antipyretisch, gilt aber, im Gegensatz zum Phenacetin,
nicht als suchterregend.

Wirkungsmechanismus: Paracetamol hemmt die Synthese der Prostaglandine, die an der
Entstehung von Schmerz, Fieber und Entzündungen beteiligt sind.

Metabolismus: Paracetamol wird grösstenteils in der Leber zum Glucuronid oder Sulfat konjugiert
und dann im Urin ausgeschieden.

Schuld an der Toxizität ist ein anderer Metabolit, N-Acetyl-p-benzochinonimin. Dieser Metabolit
entsteht als Nebenprodukt durch Oxidation und wird normalerweise durch Reaktion mit R-SH-haltigen
Substanzen, z.B. Glutathion, problemlos entgiftet. In grossen Mengen wirkt er toxisch, weil er den
Vorrat an Glutathion und anderen Thiolen erschöpft: die Leberzelle wird irreversibel geschädigt.
Die Therapie besteht in der Zufuhr von N-Acetylcystein.

Eliminations-Halbwertszeit: 2 - 4 Stunden, dosisabhängig verlängert bei Intoxikationen, verlängert bei
schweren Nieren- und Lebererkrankungen und bei alten Personen.