Porphyrine differenziert = gesamt Porphyrine
Stamminformationen
| Analysenname | Porphyrine differenziert = gesamt Porphyrine |
| Indikation | Verdacht auf akute Porphyrie, Verdacht auf Porphyria cutanea tarda, Verdacht auf kongenitale erythropoetische Porphyrie (Günther'sche Porphyrie) [extrem selten] |
| Suchbegriffe | Koproporphirin, Uroporphirin, Porphyrie |
Präanalytik
| Material | Spontanurin ;Lichtgeschützt!!! | ||||||||||||||||||||
| Bemerkungen | MaterialIn Ausnahmefällen aus 24-h Urin möglich.. | ||||||||||||||||||||
| Mindestvolumen | 5 ml | ||||||||||||||||||||
| Haltbarkeit / Lagerung | 1 Woche bei 4-8 °C, länger gefrieren. | ||||||||||||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | nicht möglich | ||||||||||||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Labor | Stadtspital Triemli Zentrallabor |
| Auftragsformular | Urin / andere Materialien / Med. / Drogen |
| Rubrik | Porphyrinanalysen |
Analytik
| Methode | HPLC |
| Analysenfrequenz | 2 x pro Woche |
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen. |
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Biochemie Delta-Aminolävulinsäure, Porphobilinogen und die Porphyrine sind Vorläufer des Häms. Jeder Schritt der Hämbiosynthese wird durch ein spezifisches Enzym katalysiert. Die Porphyrinsynthese wird durch eine negative Rückkopplung kontrolliert: das Endprodukt Häm hemmt die Delta-Aminolävulinsäure-Synthetase (ALS-Synthase), welche die Bildung der Delta-Aminolävulinsäure aus Glycin und Succinyl-CoA katalysiert. Porphyrien sind angeborene Störungen der Hämsynthese. Es gibt verschiedene Porphyrieformen; jede Form wird durch den Mangel eines bestimmten Enzyms verursacht. Die Folge ist, dass zu wenig Häm gebildet wird. Dadurch entfällt die Hemmung der Delta-Aminolävulinsäure-Synthetase: es werden grosse Mengen von Porphyrinvorläufern und Porphyrinen gebildet, die man im Urin und im Stuhl und (bei der erythropoetischen Protoporphyrie) in den Erythrozyten nachweisen kann. Eine Übersicht über die Biosynthese, die Enzymdefekte und die Porphyrieformen gibt die untenstehende Abbildung: Hepta-, Hexa- und Pentacarboxyporphyrin (in der Abbildung als 7-, 6-, 5-COOH bezeichnet) sind Zwischenstufen bei der Umwandlung von Uro- in Koproporphyrin. Sie sind beim Gesunden nicht nachweisbar. Neben den angeborenen Störungen gibt es auch erworbene Defekte der Hämbiosynthese. Blei hemmt die Aktivität der Delta-Aminolävulinsäure-Dehydratase, der Koproporphyrinogen-Oxidase und der Ferrochelatase. Die Symptome der Bleivergiftung gleichen denen einer akuten Porphyrie. Unspezifisch erhöhte Ausscheidung von Koproporphyrin: Bei erworbenen Leberschädigungen verschiedener Genese (Zirrhose, Hepatitis, Alkoholmissbrauch) kann man eine erhöhte Ausscheidung von Koproporphyrin im Urin messen, ohne dass eine Porphyrie vorliegt. Ausscheidungsmuster der Porphyrine und Porphyrinvorläufer bei verschiedenen Porphyrieformen:
Klinik Porphyriker zeigen entweder Hautsymptome oder neurologische Symptome oder beide zugleich.
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