Analysen­verzeichnis

Progesteron

Stamminformationen

Analysenname
Progesteron
Indikation
Frauen: Zyklusstörungen, Sterilitätsabklärungen (Nachweis einer Ovulation), Verdacht auf Corpus-luteum-Insuffizienz
Suchbegriffe
Corpus-luteum-Hormon, Gelbkörperhormon

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
5 d bei + 4 - 8 °C, 6 Monate bei -15-20 °C (nur einmal einfrieren)
Bemerkung Nachbestellung
innerhalb 5 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Sexualhormone

Analytik

Methode
Elektrochemilumineszenz-Immunoassay "ECLIA" [Cobas 8000]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die
Angaben auf auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 3%.




Referenzbereich 
ng/ml
Referenzbereich
nmol/l (= ng/ml x 3.18)
Frauen


   Follikelphase
< 0.193
< 0.616
   Ovulationsphase
0.055 - 4.14
0.175 - 13.2
   Lutealphase
4.11 - 14.5
13.1 - 46.3
   Postmenopause
< 0.13
< 0.4
   SS - 1. Trimester
11 – 44.3
35 - 141
   SS - 2. Trimester
25.4 – 83.4
80.8 - 265
   SS -3. Trimester
58.7 - 214
187 - 679
Männer
< 1.15
< 0.5

Störfaktoren: hohe Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag), sichtbare Trübungen,
Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörpern gegen
Analyt-spezifische Antikörper, Streptavidin sowie Ruthenium
Umrechnung / Faktor
[ng/mL] = [µg/L]
[ng/mL] × 3.18 = [nmol/L]
[nmol/L] × 0.314 = [ng/mL]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Bei Frauen führen steigende LH-Konzentrationen während des Zyklus zur Bildung von Progesteron in den Ganulosazellen. Nach dem Eisprung werden grössere Mengen Progesteron im Corpus luteum gebildet. Während der Schwangerschaft entstehet auch in der Plazenta viel Progesteron.
Beim Mann kommt es vorwiegend aus den Leydig-Zellen des Hodens. Bei beiden Geschlechtern werden geringe Mengen auch in der Nebennierenrinde hergestellt.

Progesteron steht in der Biosynthese der Steroide nahe am Anfang. Es wird aus Cholesterin über
Pregnenolon gebildet und ist seinerseits Vorläufer der Glucocorticoide, der Mineralocorticoide,
der Androgene und der Oestrogene.

In der Zirkulation ist Progesteron zu über 90% an verschiedene Serumproteine gebunden. Dazu gehören unter anderem Transcortin, Albumin und Orsomucoid. Abgebaut wird es hepatisch zum endokrin inaktiven Pergnandiol, dieses wird nach einer Glukoronidierung renal eliminiert.

Zu den Wirkungen des Progesterons gehören der Temperaturanstieg nach der Ovulation und die
sekretorische Umwandlung des Endometriums. Bei ausbleibender Befruchtung fällt die Progesteronkonzentration mit Rückbildung des Corpus luteum. Die Gebärmutterschleimhaut kann nicht erhalten werden und es kommt zur Blutung.
Im Verlauf der Schwangerschaft übernimmt die Plazenta die Progesteronsynthese; die Plasmakonzentrationen steigen um das Zwanzig- bis Dreissigfache an.

 Chemische Struktur:

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