Analysen­verzeichnis

Protein 14-3-3

Stamminformationen

Analysenname
Protein 14-3-3
Indikation
Verdacht auf Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
Suchbegriffe
Creutzfeld-Jacob, Prionen

Präanalytik

Material
Liquor cerebrospinalis [steriles Spitzröhrchen]
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Kostengutsprache bei der Krankenkasse einholen!

Probenbehandlung

Liquor tiefgefrieren.
Blut in der Liquorprobe ergibt ein falsch positives Ergebnis für das 14-3-3. In diesem Fall mit dem Arzt Rücksprache halten und ggf. direkt RT-QuIC bestellen.

Vormeldung

ja

Mindestvolumen
1 ml Liquor
Haltbarkeit / Lagerung
24h bei 4°C, danach gefroren
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Spitzbodenröhrchen11 ml377196Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
UniversitätsSpital Zürich, Neurologische Klinik
Rubrik
Fragebogen/Begleitformular im IKCI anfordern oder unter unten stehendem Link ausdrucken und durch Arzt genau ausfüllen lassen!

Analytik

Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Störfaktor: Blut in der Liquorprobe

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Eine vermehrte Freisetzung von 14-3-3 Proteinen entsteht bei der Schädigung oder Zerstörung von Nervenzellen. Es handelt sich um ein Destruktionsmarker, welcher im CSF detektiert wird und zur Diagnose einer sporadische Creutzfeldt-Jakob Erkrankung (sCJK) beitragen kann. Bei ca. 85 - 90% der sporadischen CJK-Fälle kann das 14-3-3 Protein nachgewiesen werden. Ein zunächst negatives Resultat im Frühstadium der Krankheit kann nach einigen Wochen ein positives Ergebnis erbringen. Bei der vererbbaren CJK sowie bei der Fatalen Familiären Insomnie (FFI) werden die Proteine oft nicht nachgewiesen. Die neue Variante der CJK und das Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom (GSS) weisen das 14-3-3 Protein bei 50% der Erkrankten auf.

Bei einem positiven Befund des 14-3-3 Proteins kann die Diagnose einer wahrscheinlichen sCJK Erkrankung gestellt werden. Dafür braucht es neben einer rasch progredienten kognitiven Beeinträchtigung zwei weitere klinische Zusatzsymptome (visuelle oder zerebelläre Störung, Myoklonus, pyramidale oder extrapyramidale Symptome, akinetischer Mutismus) und eine Kontrolle, dass keine andere neurologische Erkrankung mit einem raschen Nervenzelluntergang (z.B. Schlaganfall) vorliegt.
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