Analysen­verzeichnis

Pyruvat

Stamminformationen

Analysenname
Pyruvat
Indikation
Indikator für Gewebshypoxie
Suchbegriffe
Brenztraubensäure, BTS

Präanalytik

Material
Vollblut lysiert mit Perchlorsäure
Bemerkungen

Material

Blutentnahme muss am Vortag im KCI angemeldet werden.
Keine Blutentnahmen nach 16:00 Uhr.

Patientenvorbereitung

Liegend im Bett, keine Muskelarbeit. Schon geringe Muskelarbeit senkt die Pyruvatkonzentration im Blut!

Probeentnahme

Blutentnahme aus ungestauter Vene! Spezielle Blutentnahme direkt in eisgekühlte Perchlorsäure 8%. 4ml Perchlorsäure 8% + 2 ml Blut, gut mischen, unmittelbar nach der Entnahme kühlen.

Probenbehandlung

Blut mit Perchlorsäure gut vortexen, 5 min. im Eisbad stehen lassen, gekühlt 10 min bei etwa 3000 U/Min zentrifugieren.Überstand abzentrifugieren. Überstand muss klar sein, sonst noch einmal abzentrifugieren. Probe einfrieren.

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
2 h bei +4-8 °C, 1 Monat bei -15-20 °C
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Kinderspital Zürich ZHK
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Zusätzliche Analysen, Handeintrag

Analytik

Methode
Enzymatische Methode
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die
Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
Vollblut mit Perchlorsäure
alle
56 - 103 mmol/l

Störfaktor: schon geringe Muskelarbeit senkt die Pyruvatkonzentration
im Blut

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Pyruvat ist das Anion der Brenztraubensäure und entsteht während der Glykolyse. Dabei wird ein Molekül Glucose, unter Energiegewinnung in Form von ATP und NADH, zu zwei Molekülen Pyruvat abgebaut. Die Reaktion wird in zehn Schritten durchgeführt.

Anschliessend gibt es für das Pyruvat zwei unterschiedliche Abbauwege:
  • aerobe Glykolyse:
    In den Mitochondrien wird das in der Glykolyse gebildete Pyruvat durch den Pyruvatdehydrogenasekomplex zu Acetyl-CoA umgewandelt. Das Acetyl-CoA wird in den Citratzyklus eingeschleust und weiter oxidiert. Während dem weiteren Abbau entstehen CO2 und NADH sowie FADH2. Diese geben ihre Elektronen an die Atmungskette ab. Schlussendlich entstehen dabei aus einem Glucosemolekül insgesamt 30 - 32 ATP.
  • anaerobe Glykolyse:
    Das Pyruvat wird von der Lactatdehydrogenase (LDH) unter Verwendung von NADH als Reduktionsmittel zu Lactat reduziert. Hierbei wird 2 mol Pyruvat aus der Glykolyse zu 2 mol Lactat umgewandelt.
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