Analysen­verzeichnis

Renin aktives (Aldosteron/Renin-Quotient)

Stamminformationen

Analysenname
Renin aktives (Aldosteron/Renin-Quotient)
Indikation
Differenzialdiagnose der Hypertonie (auch maligne Hypertonie) bei
Verdacht auf Störungen des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, Differenzialdiagnose des primären und sekundären Hyperaldosteronismus

Präanalytik

Material
EDTA, Monovette violett, 2.7ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Patient nüchtern,
Blutentnahme am sitzenden Patienten morgens (8 - 10 Uhr) nach
vorheriger 15-minütiger Ruhepause im Sitzen. Vorher sollte sich der Patient mindestens 2h wach in aufrechter Position befunden haben, d.h. (sitzend, stehed oder gehend).
gleiche Abnahme wie für Aldosteron (Quotientenbildung)
siehe auch Aldosteron

Mindestvolumen
1 EDTA-Plasma
Haltbarkeit / Lagerung
Nur gefrorene Proben bei maximal -20°C
Bemerkung Nachbestellung
Nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
EDTA Monovette2.6 ml313201Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie und Immunologie/ Nebenniere/Hypertonie
Rubrik
Nebenniere/ Hypertonie

Analytik

Methode
Chemilumineszenz- Immunoassay (CLIA)
Analysenfrequenz
3x pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Aldosteron/Renin Quotient: <11.5 ng/mIE

Störfaktoren: Betablocker, Zentrale α2-Agonisten, NSAR, ACE-Hemmer, Angiotensin-2-Rezeptorblocker, Kalziumkanalblocker (Dihydropyridin), Reninhemmer, Schleifendiuretika, Kaliumsparende Diuretika, orale Kontrazeptiva, Diät mit Kochsalzrestriktion
Umrechnung / Faktor
1mU/L Renin = 0.6 ng/L

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Die häufigste Ursache einer sekundären Hypertonie bei unselektierter Hypertonikern (Prävalenz etwa 5 - 10%), ist der primäre Hyperaldosteronismus. Patienten mit einem primären Hyperaldosteronismus zeigen eine höhere kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität auf als Patienten mit essentieller Hypertonie.

Diagnostisch ist ein primärer Hyperaldosteronismus durch die Erhöhung des Aldosteronwertes sowie die Suppression des Reninwertes im Plasma zu erkennen. Der Aldosteron-Renin-Quotient (ARQ) deutet bereits auf einen Hyperaldosteronismus hin, wenn sich die beiden Werte noch in den oberen bzw. unteren Referenzwertbereichen befinden.

Im Gegensatz zur Bestimmung des aktiven Renin im Plasma , wird der ARQ weniger durch die Blutentnahmebedingungen, orale Natriumaufnahme oder antihypertensive Medikamente (Ausnahme: Schleifendiuretika und kaliumsparende Diuretika) beeinflusst.