Selen ist ein Halbmetall und gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Im Organismus liegt Selen hauptsächlich an Protein oder Aminosäuren gebunden vor. Die Einnahme, der Körperstand und die Normalwerte von Selen sind regional sehr unterschiedlich. Grund dafür ist der unterschiedliche Selengehalt des Bodens, welcher den Selengehalt des Trinkwassers und der pflanzlichen und tierischen Kost beeinflusst. In den USA sind Getreide genügend Selen-haltig, in Europa nicht. Daher kommt der Selenmangel hier sehr häufig vor.
Substitution ist empfehlenswert bei:
- Parenteraler oder einseitiger Ernährung
- Vegetarier und Veganer
- alten Menschen
- Schwangere oder stillende Frauen
- Alkoholiker
- während Fastenperioden
- Anorexie
Die intestinale Absorption liegt bei durchschnittlich 80%. Gespeichert wird es anschliessend in der Schilddrüse, Niere, Leber, Milz oder im Herz. Der Selenhaushalt wird durch die renale Ausscheidung geregelt.. Rund 50 - 60% der eingenommenen Menge wird mit dem Urin ausgeschieden.
Selen ist notwendig für wichtige biochemische Prozesse, welche sich u.a. im Lipidstoffwechsel, In der Kardiologie, in der Intensivmedizin oder im Tumorgeschehen. Das Glutathionssystem ist auch selenabhängig.
Bei schwerem Selenmangel kann es zu Kardiomyopathien, Leberschädigungen und Myopathien der Skelettmuskulatur kommen. Zu den bekannten Mangelkrankheiten gehören die Keshan-Krankheit, eine in China endemisch auftretende Kardiomyopathie und die Kashin-Beck-Krankheit,