Analysen­verzeichnis

Serotonin

Stamminformationen

Analysenname
Serotonin
Indikation
Diagnostik und Überwachungsparameter bei Karzinoid-Syndrom

Präanalytik

Material
EDTA-Plasma [Monovette violett]
Bemerkungen

Material

1 x 4.9 ml oder 2 x 2.6 ml

Patientenvorbereitung

Patient nüchtern, 24h vorher keine Nüsse, Bananen, Schokolade, Pflaume, Aubergine, Avocado, Tomaten, Ananas, Kiwi, Koffein (Kaffee und Tee), Nikotin, Alkohol.

Blutentnahme am liegenden Patienten

Probeentnahme

Blutentnahme zwischen 8 und 10 Uhr, 2 Monovetten entnehmen, Probe unmittelbar nach der Entnahme kühlen

Probenbehandlung

Proben innerhalb 30 Minuten nach der Entnahme wenn mögl. kühl zentrifugieren, Plasma abpipettieren und sofort tiefgefrieren

Mindestvolumen
4.9 ml
Haltbarkeit / Lagerung
gefroren
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
EDTA Monovette2.6 ml313201Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
CHUV Laboratoire Central de Chimie Clinique
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Handschriftlicher Eintrag

Analytik

Methode
LC-MS/MS, Massenspektrometrie
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Im menschlichen Körper wird das Serotonin aus L-Tryptophan synthetisiert. Über 90% der Serotoninkonzentration wird in den enterochromaffinen Zellen hergestellt. Da es aber die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, werden auch geringe Mengen an Serotonin im Gehirn gebildet.
Serotonin wird in der Leber zu 5-Hydroxyindolessigsäure metabolisiert und renal ausgeschieden. In einem alternativer Stoffwechselweg wird Serotonin durch eine Acetylierung und eine Methylierung zu Melatonin umgewandelt.

In der Diagnostik ist Serotonin sowie die 5-Hydroxyindolessigsäure für die Diagnose von serotoninproduzierenden Tumoren relevant. Karzinoide sind neuroendokrine Tumore, die oftmals im Gastrointestinaltrakt, selten auch ektop gefunden werden. Sie sezernieren schubweise hohe Mengen an Serotonin, was die typische Symptomatik mit Flushreaktion, krampfartigen Bauchschmerzen, Diarrhoen, Bronchospasmen, Hypertonie und Tachykardie auslöst.
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