Analysen­verzeichnis

Toxoplasma gondii IgM Antikörper

Stamminformationen

Analysenname
Toxoplasma gondii IgM Antikörper
Indikation
Abklärung einer Lymphadenopathie oder eines mononukleose-ähnlichen Krankheitsbildes. Reaktivierungen bei HIV-infizierten Patienten mit reduzierter zellulärer Immunität zeigen sich oft als cerebrale Toxoplasmose. Disseminierte Toxoplasmose bei hämatologischen Neoplasien. Screening während der Schwangerschaft.
Suchbegriffe
Toxoplasmose

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Mindestvolumen
1 ml
Haltbarkeit / Lagerung
3 d bei RT, 3 Wochen bei 2-8 °C, 3 Monate bei -20 °C (6-maliges Einfrieren möglich)
Bemerkung Nachbestellung
Patientenprobe wird für 1 Jahr in der Serothek aufbewahrt. Während dieser Zeit sind Nachbestellungen möglich.
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Mikrobiologie [Serologie]

Analytik

Methode
ElektroChemiLumineszenz-ImmunoAssay "ECLIA" [cobas 8000 e 801]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Numerisches Ergebnis
Ereignismeldung
Interpretation / weitere Schritte
S/CO < 0.8
Nicht reaktiv
Negativ für IgM-Antikörper
gegen T. gondii.

Störfaktoren: hohe Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag), Antikörpern gegen immunologische Bestandteile, Streptavidin sowie Ruthenium

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die vom Protozoon Toxoplasma gondii verursacht wird.
Die Infektion passiert meist über die Einnahme von kontaminierter Nahrung oder Wasser. Die Kontamination passiert entweder über reife Oozysten, diese stammen entweder aus dem Stuhl von Katzen oder aus Gewebszysten aus nicht ausreichend gegartem Fleisch.

Der Endwirt des Paratsiten ist eigentlich die Katze, wo er sich im Darm weiterentwickelt und dann als sporulierte Oozysten mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Kommt ein Zwischenwirt (z.B. Rinder, Schweine oder Schafe) mit diesen in Kontakt, könne sich die Oozysten dort zu Gewebszysten entwickeln. Wenn ein Mensch nun entweder in Kontant mit infiziertem Katzenkot oder infiziertem rohen Fleisch kommt, kommt es zu einer Infektion.
Eine kongenitale Transmission der Infektion ist möglich, wenn eine Frau kurz vor oder während einer Schwangerschaft infiziert wird. Ausserdem kann sie auch über Organtransplantationen sowie Bluttransfusionen weiter gegeben werden.

Während der Schwangerschaft auftretende primäre Infektionen können schwerwiegende Auswirkungen für den Fötus haben, da der Parasit über die Plazenta übertragbar ist. Neugeborene mit einer kongenitalen Infektion zeigen meist zunächst keine klinischen Symptome. Es kann aber zu schweren Folgeerkrankungen kommen.

Die akute Primärinfektion verläuft aber meist leicht oder sogar asymptomatisch. Anschliessend folgt eine latente Infektion, die ein Leben lang persistieren kann. Als Folge einer Immunsuppression kann eine Reaktivierung der Infektion stattfinden. Diese weist eine hohe Morbidität und Mortalität auf und zeigt sich meist in Form einer Hirnläsion.

Die Diagnose einer Toxolasmainfektion erfolgt vorwiegend über den Nachweis von Toxoplasma gondii IgG und IgM Antikörpern.

Die Bestimmung der Toxoplasma gondii IgG-Antikörper dient zur Beurteilung des serologischen Status bei einer Infektion mit T.gondii. Der Nachweis weist auf eine latente oder akute Infektion hin.

Das Vorhandensein von Toxoplasma gondii IgM-Antikörper gilt als Hinweis für eine akute, zurückliegende oder abklingende Toxoplasmainfektion.
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