Analysen­verzeichnis

Transferrinsättigung

Stamminformationen

Analysenname
Transferrinsättigung
Indikation
Differenzialdiagnose der Anämien, Hämochromatose
Suchbegriffe
TfS

Präanalytik

Material
Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Patient unbedingt nüchtern (12 Stunden Nahrungskarenz), Blutspiegel tageszeitabhängig

Bemerkung Nachbestellung
innerhalb 7 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Li-Heparin Monovette mit Gel4.9 ml308176Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Eisenmetabolite

Analytik

Methode
Zur Berechnung der Transferrinsättigung werden Eisen im Plasma und Transferrin im Plasma gemessen. Berechnung: Transferrinsättigung (%) =((Eisen in µmol/L) / (Transferrin in g/L)x100) x 398
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
Li-Heparin-Plasma
Erwachsene
16 – 45 %
Kinder < 5 Jahre
07 – 44 %

Zusatzinformationen

AnalysenbeschreibungBiochemie

Die Transferrinsättigung ist das aussagekräftigste Mass für die aktuelle Eisensituation. Es handelt sich um eine berechnete Grösse aus den Plasmakonzentrationen von Transferrin und Eisen.

Eisen ist im Plasma überwiegend an Transferrin gebunden; 1 Molekül Transferrin bindet maximal 2 Eisenatome. Das Molekulargewicht des Apotransferrins beträgt 79' 570 Dalton, das Atomgewicht des Eisens 55.85 Dalton. Daraus berechnet man, dass 1 g Transferrin maximal 1.4 mg (= 22.5 mmol) Eisen zu binden vermag. Das Transferrin ist beim Gesunden nur zu etwa einem Drittel mit Eisen gesättigt.

Klinik


Die Transferrinsättigung wird gemessen um die Transportkapazität des Blutes für Eisen abzuschätzen. Eine Sättigung von unter 16 % gilt als diagnostisch für Eisenmangel. Wenn aber wenig Transferrin vorhanden ist, kann die Sättigung bei ungenügender Transportrate normal ausfallen, oder gar eine erhöhte Sättigung vorgetäuscht werden. Die Transferrinkonzentration sollte also bei der Interpretation einbezogen werden.
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