Transferrinsättigung
Stamminformationen
| Analysenname | Transferrinsättigung |
| Indikation | Differenzialdiagnose der Anämien, Hämochromatose |
| Suchbegriffe | TfS |
Präanalytik
| Material | Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml | ||||||||||
| Bemerkungen | PatientenvorbereitungPatient unbedingt nüchtern (12 Stunden Nahrungskarenz), Blutspiegel tageszeitabhängig | ||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | innerhalb 7 d | ||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Auftragsformular | Klinische Chemie / Autoimmunität |
| Rubrik | Eisenmetabolite |
Analytik
| Methode | Zur Berechnung der Transferrinsättigung werden Eisen im Plasma und Transferrin im Plasma gemessen. Berechnung:
Transferrinsättigung (%) =((Eisen in µmol/L) / (Transferrin in g/L)x100) x 398 | ||||||||
| Analysenfrequenz | Mo - Fr | ||||||||
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
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Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Biochemie Die Transferrinsättigung ist das aussagekräftigste Mass für die aktuelle Eisensituation. Es handelt sich um eine berechnete Grösse aus den Plasmakonzentrationen von Transferrin und Eisen. Eisen ist im Plasma überwiegend an Transferrin gebunden; 1 Molekül Transferrin bindet maximal 2 Eisenatome. Das Molekulargewicht des Apotransferrins beträgt 79' 570 Dalton, das Atomgewicht des Eisens 55.85 Dalton. Daraus berechnet man, dass 1 g Transferrin maximal 1.4 mg (= 22.5 mmol) Eisen zu binden vermag. Das Transferrin ist beim Gesunden nur zu etwa einem Drittel mit Eisen gesättigt. Klinik Die Transferrinsättigung wird gemessen um die Transportkapazität des Blutes für Eisen abzuschätzen. Eine Sättigung von unter 16 % gilt als diagnostisch für Eisenmangel. Wenn aber wenig Transferrin vorhanden ist, kann die Sättigung bei ungenügender Transportrate normal ausfallen, oder gar eine erhöhte Sättigung vorgetäuscht werden. Die Transferrinkonzentration sollte also bei der Interpretation einbezogen werden. |
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