Analysen­verzeichnis

Tryptase

Stamminformationen

Analysenname
Tryptase
Indikation
Verdacht auf Anaphylaxie

Präanalytik

Material
Serum [Monovette braun] auch aus Plasma möglich
Bemerkungen

Probeentnahme

Blutentnahme innert 1 bis 3 Stunden nach vermuteter anaphylaktischer Reaktion mit Mastzellaktivation. Eventuell Kontrolluntersuchung nach 1 - 2 Tagen (Verlaufskontrolle).

Mindestvolumen
1 ml
Haltbarkeit / Lagerung
4 Wochen bei +4-8 °C, 12 Monate bei -15-20 °C
Bemerkung Nachbestellung
Proben werden 2 Monate im Tiefkühlschrank bei -28°C aufbewahrt
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Allergologie
Rubrik
Varia

Analytik

Methode
Fluoreszenz Enzym Immunoassay
Analysenfrequenz
täglich (Mo - Fr)
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 7%.



Material
Alter
Referenzbereich
Serum
alle
< 11.0 µg/l

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Tryptase ist eine Serinprotease, das hauptsächlich in Mastzellen und in geringen Mengen in basophilen Granulozyten vorkommt. Es gibt zwei Hauptformen, die Alpha- und die Beta-Tryptase. Während die Alpha-Form kontinuierlich in den Mastzellen produziert und ausgeschüttet wird, wird die Beta-Tryptase in ihrer enzymatisch aktiver Form als Tetramer an Heparin oder andere Proteoglykane gebunden, vorwiegend in den Mastzell-Granula gespeichert, bis es zu einer Stimulation (z.B. anaphylaktische Reaktion) kommt. Hochaffine IgE-Rezeptoren an den Zelloberflächen werden durch die Bindung spezifischer IgE-Moleküle vernetzt und führen zu einer sofortigen Freisetzung des Granulainhaltes. Spitzenwerte werden 30-90 Minuten nach Beginn der allergischen Reaktion erreicht. Anschliessend sinken die Werte innerhalb von drei bis sechs Stunden wieder ab (biologische Halbwertszeit : zwei Stunden). 24 Stunden später sollte wieder der normale Bereich erreicht sein.

Die Alpha-Tryptase, welche kontinuierlich freigesetzt wird, führt zu einer Basalkonzentration. Erhöhte Werte dieser Basalkonzentration findet man bei Mastozytose und bei hämatologischen Neoplasien. Erhöhte Konzentrationen (>11 µg/l) sind ein Risikofaktor für schwere anaphylaktische Reaktionen, z.B. bei Insektenstichen oder intraoperativ.