Analysen­verzeichnis

Urinstatus

Stamminformationen

Analysenname
Urinstatus
Indikation
Verdacht auf Erkrankungen der Niere und des Urogenitaltraktes, Verdacht auf Diabetes mellitus, Verdacht auf Leber- und hämolytische Erkrankungen

Präanalytik

Material
Mittelstrahlurin ohne Zusatz [Urinmonovette gelb]
Mindestvolumen
1 Urinmonovette
Haltbarkeit / Lagerung
keine Aufbewahrung, Proben innert 4h bearbeiten. Bei der Frage nach dysmorphen EC oder Trichomonaden muss der Urin frisch sein, < 2h
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Urin Monovette NFT nativ8.5 ml389210Allgemein
Urin Monovette NFT nativ10 ml389211Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen
Rubrik
Urinstatus

Analytik

Methode
Urinstix: remissionsphotometrische Auswertung von Teststreifen [cobas u601] Urinsediment: mikroskopische Untersuchung des Niederschlags einer zentrifugierten Probe mit den Objektiven 10× und 40×
Analysenfrequenz
täglich
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Referenzbereich
Urin
siehe Anmerkung zur Interpretation der Werte

Zusatzinformationen

AnalysenbeschreibungTestprinzipien der Teststreifen:
Urinstatus: Die Parameter pH, Leukozyten, Nitrit, Protein, Glucose, Ketonkörper, Urobilinogen, Bilirubin und Erythrozyten/Hämoglobin werden mit Teststreifen nachgewiesen. Die Streifen werden mit dem Roche Urisys 2400 Reflexionsphotometer automatisch ausgewertet. Die Resultate sind semiquantitativ. Das spezifische Gewicht wird in einer Durchflusszelle refraktometrisch bestimmt.
Testfeld
Prinzip
pH
Das Testpapier enthält ein Gemisch der Indikatoren Methylrot, Phenolphthalein und Bromthymolblau. Im pH-Bereich von 5 bis 9 ergibt sich ein Farbumschlag von orange über grün nach blau.
Leukozyten
Der Test weist die Esterasenaktivität der Granulozyten nach. Die Esterasen spalten einen Indoxylester zu Indoxyl, das mit einem Diazoniumsalz zu einem violetten Azofarbstoff reagiert.
Nitrit
Das durch Bakterien erzeugte Nitrit bildet mit Sulfanilamid ein Diazoniumsalz, das dann mit Hydroxytetrahydrobenzochinolin zu einem rosaroten Azofarbstoff kuppelt.
Protein
Der Test beruht auf dem Prinzip des Proteinfehlers von Indikatoren. Das Testfeld enthält ein Puffergenisch sowie einen pH-Indikator (Tetrachlorphenol-tetrabromsulfophthalein), der bei konstantem pH-Wert in Gegenwart von Proteinen einen Farbumschlag von gelb nach grün zeigt.
Glucose
Sie wird mit der Glucoseoxidase-Peroxidase-Reaktion nachgewiesen. In Gegenwart des Enzyms Glucoseoxidase wird die Glucose durch Luftsauerstoff zu D-Gluconolacton oxidiert; dabei entsteht gleichzeitig Wasserstoffperoxid. Dieses oxidiert mit Hilfe der Peroxidase das Substrat Tetramethylbenzidin (TMB) zu einem blauen Farbstoff. Da das Testfeld eine gelbe Eigenfarbe hat, ergibt sich ein Farbumschlag nach grün.
Ketonkörper
Natriumnitroprussid reagiert mit Ketonkörpern in alkalischer Lösung zu einem violetten Farbkomplex.
Urobilinogen
p-Methoxybenzol-diazoniumsalz kuppelt mit Urobilinogen in saurer Lösung zu einem roten Azofarbstoff.
Bilirubin
Auch dieser Test beruht auf einer Azokupplung. Das Testfeld enthält 2,6-Dichlorbenzol-diazoniumsalz, das mit Bilirubin einen rotvioletten Azofarbstoff bildet.
Erythrozyten,
Hämoglobin,
Myoglobin
Der Nachweis beruht auf der Peroxidaseaktivität der Hämgruppe von Hämoglobin und Myoglobin. Die Hämgruppe katalysiert die Oxidation von Tetramethylbenzidin (TMB) mit Dimethylhexan-dihydroperoxid zu einem blauen Farbstoff. Da das Testfeld eine gelbe Eigenfarbe hat, ergibt sich ein Farbumschlag nach Grün.
Im Urin gelöstes Hämoglobin oder Myoglobin färbt das Testfeld gleichmässig grün. Intakte Erythrozyten werden auf dem Testfeld lysiert und erscheinen als grüne Punkte.
spezifisches Gewicht
Eine Durchflusszelle wird mit der Urinprobe gefüllt. Eine Leuchtdiode sendet Licht von 650 nm an die Durchflusszelle. Ein Detektor misst den Grenzwinkel der Totalreflexion. Aus diesem lässt sich mit Hilfe einer Kalibrationskurve der Brechungsindex der Probe bestimmen. Da sowohl der Brechungsindex wie das spezifische Gewicht proportional zur Gesamtzahl der gelösten Teilchen sind, kann man mit Hilfe eines Nomogramms aus der einen Grösse die andere ermitteln.
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