Analysen­verzeichnis

VIP (Vasointestinal Peptide)

Stamminformationen

Analysenname
VIP (Vasointestinal Peptide)
Indikation
Die Bestimmung von VIP dient der Detektion von VIPomen, einer Subgruppe der hormonaktiven gastrointestinalen Tumoren. VIPome sind seltene maligne Tumoren und imponieren durch ein häufig dramatisches klinisches Bild von profuser Diarrhö mit Hypokaliämie.
Suchbegriffe
Vasoaktives intestinales Peptid, engl. Vasoactive Intestinal Polypeptide

Präanalytik

Material
1 spezielles EDTA-Röhrchen mit Aprotinin im Labor verlangen (Vakutainer rosa Deckel)
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Patient unbedingt nüchtern

Probeentnahme

spezielle Monovette anfordern (Tel. 041 205 52 52), Monovette im Eisbad vorkühlen und nach der Blutentnahme vorsichtig im Eisbad mischen, Probe unmittelbar nach der Entnahme kühl zentrifugieren und Plasma sofort einfrieren.

Probenbehandlung

Probe sofort kühl zentrifugieren (+ 4 °C), EDTA- Plasma abpipettieren und tiefgefrieren (Kühlkette nicht unterbrechen!)

Mindestvolumen
5 ml
Haltbarkeit / Lagerung
längere Zeit bei -20°C (instabil bei 20 - 25°C, 1 Stunde bei 2 - 8°C)
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Universitätsspital Zürich , Klinische Chemie (IKC)
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Handschriftlicher Eintrag

Analytik

Methode
Radioimmunoassay (RIA)
Analysenfrequenz
einmal pro Monat
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
EDTA-Plasma
-
< 84.7 ng/l

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
VIP ist ein saures, lineares Polypeptid aus 28 Aminosäuren. Es wird in neuroendokrinen Zellen und pankreatischen D-Zellen synthetisiert. Die höchste Konzentration findet man im ZNS und Gastrointestinaltrakt. Dort kommt es in den Nervenfasern vom Ösophagus bis zum Kolon in allen Gewebsschichten vor. Ausserdem findet man es auch in Herz, Hypophyse, Lunge, Niere und Milz.

VIP hat viele verschiedene Stoffwechselwirkungen auf den Körper. Diese beinhalten parakrine und neuroendokrine, intestinale und extraintestinale Wirkungen. Bei einer Überproduktion kommt es zu persistierenden profusen Durchfällen.