Valproat
Stamminformationen
| Analysenname | Valproat |
| Indikation | Therapeutisches Drug Monitoring |
| Suchbegriffe | Anti-Epileptika, Valproinsäure, Propylvaleriansäure
Convulex, Depakine, Orfiril |
Präanalytik
| Material | Serum, Monovette braun, 7.5ml | ||||||||||
| Bemerkungen | Probeentnahmeübliche Zeit der Probenahme: Minimum/Tal (vor der nächsten Dosis) | ||||||||||
| Haltbarkeit / Lagerung | verschlossen: 2 d bei 20-25°C, 7 d bei 4-8°C,
3 Monate bei -20°C | ||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | 7 d (Nur möglich in abgetrenntem Serum!)) | ||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Auftragsformular | Urin / andere Materialien / Med. / Drogen |
| Rubrik | Rückseite Zusätzliche Analysen Handeintrag
Formular externe Einsender: Plasma/Serum 2 |
Analytik
| Methode | Enzymimmunoassay [Cobas pro c503] | ||||
| Analysenfrequenz | Mo - Fr | ||||
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Messungenauigkeit < 5%.
Störfaktoren: in seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen | ||||
| Umrechnung / Faktor | [µg/mL] = [mg/L] [mg/L] × 6.93 = [µmol/L] [µmol/L] × 0.144 = [mg/L] |
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Chemische Struktur: Valproat oder Valproinsäure ist ein Antiepileptikum erster Wahl mit einem breiten Spektrum. Es senkt die Erregbarkeit von Nervenzellen durch Blockierung von Na+-Kanälen und durch Hemmung des Ca2+-Einstroms in die Zelle. Ausserdem verstärkt es die Wirkung des Neurotransmitters GABA, in dem es dessen Abbau zu Succinatsemialdehyd durch die GABA-Transaminase hemmt. Zudem wird die GABA Synthese zusätzlich stimuliert. Die erhöhte Konzentration an GABA führt zu einem Verstärkten Einstrom an Chloridionen in die Zellen, was deren Erregbarkeit mindert.
Valproat ist lipophil, es wird zu über 95 % in der Leber metabolisiert, weniger als 5 % werden unverändert durch die Niere ausgeschieden. Es gibt aktive Metaboliten, einige davor zeigen ausgeprägte antiepileptische Aktivität, andere können für Nebenwirkungen verantwortlich sein. Im Plasma ist es zu über 90 % an Proteine, hauptsächlich Albumin, gebunden. Die Eliminations-Halbwertszeit beim (nicht leberkranken Patienten) beträgt zwischen 15 und 30 Stunden. Es braucht etwa 3 - 6 Tage bis der Steady-State der Konzentration im Plasma erreicht wird. Nebenwirkungen sind verhältnismässig mild: Magen-Darm-Beschwerden oder Tremor. Selten wird eine schwere Leberschädigung beobachtet, daher sollte Valproat nicht bei Patienten mit vorbestehender Leberschädigung angewendet werden. |
