Vitamin D, 25-OH / Vit. D3
Stamminformationen
Präanalytik
| Material | Li-Heparin-Plasma [Monovette orange];Serum [Monovette braun] |
| Bemerkungen | MaterialDie Probe braucht nicht lichtgeschützt verpackt zu werden, sofern die Probe keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird und der Transportweg nur kurz ist. |
| Mindestvolumen | 2 ml |
| Haltbarkeit / Lagerung | 8h bei 20‑25°C, 4 d bei 2-8°C, 24 Wochen bei -20°C (nur einmal einfrieren) |
Ausführung
| Institut / Labor | |
| Auftragsformular | Klinische Chemie / Autoimmunität |
| Rubrik | Knochenstoffwechsel/ Vitamine |
Analytik
| Methode | Elektrochemilumineszenz-Bindungstest (Fa. Roche) | ||||||||||||||||
| Analysenfrequenz | täglich | ||||||||||||||||
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen. Messunsicherheit: < 6 %
Störfakatoren: Hohe Proteinkonzentrationen können zu Interferenzen führen. Es wurde kein Einfluss auf die Ergebnisse durch Interferenzen bis zu folgenden Konzentrationen festgestellt.
Proben, welche die angegebenen Proteinkonzentrationen überschreiten, sind für die Verwendung mit diesem Vitamin D Assay nicht geeignet. | ||||||||||||||||
| Umrechnung / Faktor | Die Werte können wie folgt umgerechnet werden: 1 ng/ml = 2.5 mmol/l 1 mmol/l = 0.4 ng /ml |
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung |
In der Leber wird Vitamin D3 durch die Cholecalciferol-Hydroxylase zu 25-Hydroxy-Cholecalciferol hydrolysiert ( 25-Hydroxy Vitamin D3). 25-Hydroxycholecalciferol wird anschließend in den Nieren durch die mitochondriale Oxygenase 25-Hydroxycholecalciferol-1α-Hydroxylase hydrolysiert. Es entsteht das aktive Hormon 1,25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol, Vitamin D3-Hormon). Ein Vitamin-D Mangel führt zu einer gestörten Calcium- und Phosphatresorption im Darm und zu einer vermehrten Ausscheidung durch die Nieren. Während des Wachstums führt ein chronischer Mangel zu Rachitis ("Englische Krankheit"), beim ausgewachsenen Organismus zu Osteomalazie. Muttermilch und Kuhmilch enthalten nicht genug Vitamin D3, so dass Säuglinge mit ViDe-Tröpfchen substituiert werden müssen. Während den 3 Wintermonaten ist die UV-Bestrahlung der Haut in Mitteleuropa ungenügend, um eine gute Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten, so dass eigentlich auch Erwachsene in dieser Zeit substituiert werden sollten. Bei Leber- oder Nierenerkrankungen kann die Versorgung ebenfalls gestört sein, da die Umwandlung in 25-OH-Vitamin D (in der Leber) und anschliessend in das aktive 1,25-OH Vitamin D (in den Nieren) vermindert sein kann. Die Aktivität der 25- Hydroxycholecalciferol-1α-Hydroxylase, welche 25-OH Vitamin D in 1,25-OH Vitamin D umwandelt, wird von Parathormon gesteuert. Ein hoher PTH-Spiegel, niedrige Ca2+- und Phosphatspiegel stimulieren das Enzym, ebenso wie Östrogene, Prolaktin und STH, während Cortisol und hohes Calcitriol das Enzym hemmen. Cholecalciferol und seine Derivate werden im Blut durch ein spezifisches Vitamin D bindendes Protein (DBP) transportiert. Dieses Protein ist bei Proteinmangelversorgung (Anorexie, Alter) vermindert. Neuere Studien belegen einen wichtigen Einfluss des Vitamin D auf die Entstehung und Verlauf bei Diabetes und Rheumaerkrankungen. |