Analysen­verzeichnis

Zink

Stamminformationen

Analysenname
Zink
Indikation
Verdacht auf Zink-Intoxikation (auch iatrogen), Zink-Mangel bei erblicher oder sekundärer Zink-Resorptionsstörung, verzögerte Wundheilung
Suchbegriffe
chem. Zeichen Zn

Präanalytik

Material
Serum [Monovette braun]
Bemerkungen

Material

Bestimmung aus EDTA oder Citratröhrchen nicht möglich (falsch tiefe Werte)

Patientenvorbereitung

Blutentnahme nüchtern, da sonst falsch tiefe Werte.

Probeentnahme

Spätestens 30 min. nach BE zentrifugieren

Probenbehandlung

Sofort nach Beendigung der Gerinnung (30 Min) zentrifugieren, Serum abpipettieren (vorsicht: Kontamination mit Schwermetallen vermeiden)

Mindestvolumen
1 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Nur in abgetrennten Serum! 7 Tage 20-25 °C, 7 Tage 6-8 °C, 1 Monat -20°C
Bemerkung Nachbestellung
7 Tage, nur wenn abgetrenntes Serum vorhanden! (Wert steigt im nicht abgetrennten Serum pro Stunde um 6%!)
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Metalle

Analytik

Methode
Massenspektromie (ICP-MS)
Analysenfrequenz
täglich
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messgenauigkeit (VK) besser als 2%

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
alle
8.7 - 17.6 umol/l

Störfaktoren: Hämolyse, empfindlich gegenüber Kontamination

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Akrodermatitis enteropathica ist das typische Krankheitsbild eines Zinkmangels. Das Serum-Zink ist dabei meist unter 8 mmol/L gesunken. Bei sehr schweren sekundären Zinkmangelsyndromen kommen Entzündungen der Orifizien, Diarrhoen und Hypoproteinämien vor, gepaart mit einer gestörten zellvermittelten Immunität.
Bei Alkoholismus, aber auch bei längerer parenteraler Ernährung mit Produkten, welche nicht besonders mit Zink angereichert wurden, kann Zink ebenfalls stark vermindert sein, ebenso bei aggressiver Chemotherapie.

Resorptionsstörungen durch Zöliakie, M.Crohn, Colitis ulzerosa etc. können ebenfalls zu einem Zinkmangel führen, sowie renale Verluste bei Urämie.

Zink-Intoxikation kommt nur vor bei übertriebener Selbstmedikation mit Nahrungssupplementen oder bei Arbeitsplatz-bedingten Expositionen (metallverarbeitende Betriebe). Ab und zu werden auch Kinder mit Nahrungssupplementen versorgt, ohne die Dosis dem Körpergewicht anzupassen.
Es sind nur Einzelfälle von Intoxikationen bei Kindern beschrieben. In Verdachtsfällen auch an Kupferüberladung und ev. Jodüberversorgung denken, da in solchen Supplementen oft Algenextrakte enthalten sind ("Kelp").

Symptome einer Intoxikation sind Nausea, zentralnervöse Störungen, lokale Reaktionen (Oesophagus nach Ingestion von ZnCl2-Lösungen, Dyspnoe nach Inhalation von Metallstaub.
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