Analysen­verzeichnis

Anti-Centromer / Anti-CEMP-B

Stamminformationen

Analysenname
Anti-Centromer / Anti-CEMP-B
Indikation
typisch bei: CREST-Syndrom
Suchbegriffe
Anti-CENP-B , Autoantikörper gegen Centromer

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Bemerkungen

Probeentnahme

1 separate Monovette entnehmen

Mindestvolumen
1 Monovette
Haltbarkeit / Lagerung
Serum 1 Wo bei 4 °C
Bemerkung Nachbestellung
7 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Autoantikörper: Rheumatologie/ Immunologie

Analytik

Methode
Immunologischer Test auf ImmunoCap 250
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
Erwachsene
< 7 U/ml

Störfaktoren: Hämolyse, Lipämie

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Zielantigene der Autoantikörper gegen Centromere sind 4 verschiedenen Proteine des Kinetochors Zentromer-Protein-A, -B, -C, -D (CENP-A,-B,-C,-D). Hauptantigen ist das CENP-B, welches von allen Seren mit Zentromer-Antikörpern erfasst wird.

Anti-Centromer-AK kommen vorallem bei Systemsklerose und der primär biliären Zirrhose vor. Bei der Systemsklerose werden die AK mit der limitierten Form der progressiven Systemklerose assoziiert. Dabei sind die Akren bevorzugt und die inneren Organe sind nur wenig betroffen. Pulmonale Hypertension und gastrointestinale Manifestationen sind dagegen häufiger, treten aber erst nach Jahren auf. Dazu gehören die als CREST-Syndrom beschriebenen Varianten: Calcinosis cutis, Raynaud-Symptomatik, Ösophagusstarre, Sklerodaktylie und Teleangiektasie.

Bei Patienten mit primär biliärer Zirrhose sind Anti-Centromer-AK nicht selten. Die Hälfte dieser Patienten leiden an einer kutan limitierten Zirrhose. Die AK sind mit der Entwicklung einer Leberzirrhose assoziiert.