Analysen­verzeichnis

CK-MB (Masse)

Stamminformationen

Analysenname
CK-MB (Masse)
Indikation
Myokardinfarkt Goldstandard für die Erkennung eines Reinfarktes
Suchbegriffe
Creatinkinase Isoenzym MB, CKMB-Proteinkonzentration

Präanalytik

Material
Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Blutentnahme am liegenden Patienten nach 10 Minuten Ruhe (Entnahme in aufrechter Körperhaltung ergibt bis zu 10 % höheren Wert)

Probeentnahme

Vene maximal 2 Minuten stauen

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
5h bei RT, 12h bei 4-8 °C, 3 Monate bei -20 °C (nur einmal einfrieren!)
Bemerkung Nachbestellung
12 Stunden
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Li-Heparin Monovette mit Gel4.9 ml308176Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität;Laborauftrag Sursee / Wolhusen
Rubrik
Herz/ Muskel-Enzyme

Analytik

Methode
Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA), Sandwichprinzip [Cobas 8000 e 801]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 5%.


Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 56%

Material
Alter
Referenzbereich
Li-Heparin-Plasma
Kinder / Erwachsene
männlich
weiblich
< 6.22 µg/l
< 4.88 µg/l

Störfaktoren: hohe Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag), Antikörpern gegen Analyt-spezifische Antikörper, Streptavidin sowie Ruthenium
Umrechnung / Faktor
[µg/L] = [ng/mL]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
siehe auch CK [Plasma]

Die CK-MB, das Heterodimer aus einer M- und einer B-Untereinheit, macht im normalen Myokard lediglich etwa 5 % der gesamten CK-Aktivität aus. Chronischer Stress und koronare Herzerkrankungen induzieren die Synthese von CK-MB, sodass ihr Anteil im Myokard schliesslich 15 - 20 % erreichen kann. Die Werte können auch bei anderen Erkrankungen, wie einem Schlaganfall oder einer Rhabdomyolyse erhöht sein. Da auch der Skelettmuskel normalerweise einige % CK-MB enthält, kann auch bei chronischen Muskelerkrankungen und bei Ausdauersportlern der CK-MB-Anteil ansteigen. Ein Anstieg der CK-MB muss deshalb immer in Relation zur gesamten CK-Aktivität und andern Herzparametern betrachtet werden.

Nach einem Myokardinfarkt nimmt die Aktivität bzw. Konzentration der CK-MB im Plasma einen charakteristischen zeitlichen Verlauf. Die CK-MB steigt frühestens etwa 3 - 8 Stunden nach dem Infarktereignis an, erreicht nach 12 - 24 Stunden ihre höchste Konzentration, abhängig von der Grösse des Infarkts, und fällt dann innert etwa 3 Tagen wieder auf den Ausgangswert zurück.


Mit hochempfindlichen Tests gemessene kardiale Troponine sind wegen ihrer höheren Sensitivität und Spezifität die bevorzugten Biomarker zur Abklärung von Myokardinfarkten. Wenn ein Troponin‑Test nicht verfügbar ist, stellt die CK‑MB‑Bestimmung die beste Alternative dar.
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