Analysen­verzeichnis

Cadmium

Stamminformationen

Analysenname
Cadmium
Indikation
Arbeitsmedizinische Untersuchung (Beurteilung der Cadmiumbelastung bei beruflicher Exposition), Verdacht auf akute oder chronische Intoxikation
Suchbegriffe
chem. Zeichen: cd

Präanalytik

Material
Urin ohne Zusatz [Urinmonovette gelb] oder 24h-Urin ohne Zusatz
Mindestvolumen
2 Urinmonovetten (10 ml)
Haltbarkeit / Lagerung
Urin-Proben bei + 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Urin Monovette NFT nativ8.5 ml389210Allgemein
Urin Monovette NFT nativ10 ml389211Allgemein
Urinbecher NFT100 ml389208Allgemein
Urinsammelflasche NFT3000 ml389209Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen
Rubrik
Zusätzliche Analysen: handschriftl. Eintrag

Analytik

Methode
Massenspektrometrie (ICP-MS)
Analysenfrequenz
einmal pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
-
< 7 nmol/l

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Cadmium (Cd) ist ein mit Zink verwandtes, toxisches Übergangsmetall mit der Ordnungszahl 48. Für den Menschen ist es nicht essenziell und gehört zu den Ultraspurenelemente.

Cadmium wird hauptsächlich über die Nahrung in den Körper aufgenommen. In geringen Mengen kann es auch über Trinkwasser oder die Atmung eingenommen werden. Die tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag liegt bei 1 μg/kg Körpergewicht.

Im Blut bindet sich Cd an Erythrozyten und Lymphozyten. In der Leber, welche rund 15% des Körperanteil an Cd enthält, löst es die Synthese des MT aus und wird von diesem gebunden. Das Cd gelangt dann als MT-Komplex in die Niere, die als Hauptspeicher (50% des Körper-Cd) funktioniert. Dort es glomerulär filtriert, tubulär rückresorbiert und gespeichert. Dies führt zu einer Akkumulation in er Nierenrinde. Resorbiertes Cd wird renal, der Rest über den Stuhl ausgeschieden.

Bei zu hohen Mengen an Cd kommt es zu einer akuten und/oder chronischen Intoxikation. Dies kann unterschiedliche Folgen haben. Im Vordergrund stehen Nephrotoxizität, Wirkungen auf das Gefässsystem und kanzerogene Wirkungen.
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