Analysen­verzeichnis

Gallensäure

Stamminformationen

Analysenname
Gallensäure
Indikation
Differenzialdiagnose hepatobiliärer Dysfunktionen

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Patient unbedingt nüchtern

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Serum 7d bei + 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
7d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Metabolite

Analytik

Methode
enzymatischer Farbtest
Analysenfrequenz
Mo - So
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
-
< 10 mmol/l

Störfaktoren: Lipämie und erhöhtes Bilirubin > 150 mmol/l

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Gallensäuren werden in der Leber aus Cholesterin synthetisiert und anschliessend an Glycin bzw. Taurin gebunden. Nach Konjugation werden sie in das Duodenum sezerniert. Dort besitzen sie durch die Bildung von Mizellen eine wesentliche Funktion für die Fettassimilation. Rund 90% der aus der Galle sezernierten Gallensäuren werden im Ileum rückresorbiert. Sie unterliegen einem enterohepatischen Kreislauf.

Durch bakterielle Überbesiedlungen oder entzündliche Krankheiten (wie M. Crohn) kann die enterohepatische Zirkulation im Ileum unterbrochen werden. Dadurch wird die Mizellenbildung beeinträchtige. Die nicht resorbierten Gallensäuren gelangen dann ins Kolon und führen zu galleninduzierten Steatorrhoe und Diarrhoe (Gallenverlust-Syndrom).
Der Gallensäurenverlust führt zu einem kompensatorischen Anstieg der Neusynthese in der Leber. Die Lithogenität der Galle erhöht sich mit gehäufter Cholesterinbildung. Als Folge der Steatorrhoe kommt es zu verstärkter Resorption von Oxalsäure (intestinale Bindung von Calcium an Fettsäuren) mit Tendenz zur Bildung von Oxalatnierensteinen.

Die intrahepatische Schwangerschaftscholesterase ist die am häufigste, im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft, auftretende Lebererkrankung. Durch eine Abflussstörung gelangt die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit in den Dünndarm.
Die Erkrankung tritt meist erst während den letzten drei Schwangerschaftsmonaten auf. Das häufigste Krankheitssymptom ist ein intensiver Juckreiz.