Analysen­verzeichnis

Gastrin

Stamminformationen

Analysenname
Gastrin
Indikation
Verdacht auf Ulcus duodeni, chronisch-atrophische Gastritis
Zollinger-Ellison Syndrom

Präanalytik

Material
Serum (Monovette braun) gefroren
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Patient unbedingt 12 Std. nüchtern

Probenbehandlung

Probe innerhalb 2 Stunden zentrifugieren, Serum abtrennen und einfrieren.

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Probe innerhalb 2 Stunden zentrifugieren und dann sofort bei -20 °C einfrieren.
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Hormone

Analytik

Methode
Radioimmunoassay (RIA)
Analysenfrequenz
einmal in 2 Wochen
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Alter
Referenzbereich
-
< 127 ng/l

Störfaktoren: Hämolyse, Lipämie, Oxalat und Heparin, Kaffee regt die Magensekretion an, Protonenpumpeninhibitoren und die h2-Rezeptorantoganischen erhöhen den Gastrin-Spiegel

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Gastrin ist ein Peptidhormon und wird von den G-Zellen im Antrum des Magens, im Pankreas und im Duodenum synthetisiert und sezerniert. Seine Hauptaufgabe ist die Regulation der Sekretion der Magensäure.

Gastrin zirkuliert über die Blutbahn, wo es in vielen verschiedenen molekularen Isoformen vorkommt. Diese sind unterschiedlich lang und weisen unterschiedliche Modifikationen ihrer Aminosäuren auf. Es werden drei Hauptgruppen unterschieden: Big-Gastrin (34 AS), Little-/Small-Gastrin I und II (17 AS), Mini-Gastrin (14 AS).

Wenn das Gastrin seine Zielzellen (enterochromaffinen Zellen) über die Blutbahn erreicht, bindet es sich an die Cholecystokinin-B-Rezeptoren und induziert die Freisetzung von Histaminen. Diese regen die Sekretion von Protonen bei den Beleg- oder Parietalzellen des Magens an. Die Freisetzung von Magensäure wird auch stimuliert. In der Bauchspeicheldrüse fördert Gastrin die Freisetzung von Insulin, Glukagon und Somatostatin.
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