Analysen­verzeichnis

Gesamtprotein

Stamminformationen

Analysenname
Gesamtprotein
Indikation
pathologische Blutsenkung, monoklonale Gammopathie, Proteinurie, Polyurie, Ödeme, chronische Nierenerkrankungen, chronische Lebererkrankungen, Malabsorptionssyndrom, Blutungen, Schockzustand, Verbrennungen, Intensivpatienten
Suchbegriffe
Total Protein, TP, Eiweiss gesamt

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Blutentnahme am liegenden oder sitzenden Patienten nach 15 Minuten Ruhe (Entnahme in aufrechter Körperhaltung ergibt bis zu 10 % höheren Wert), keine körperliche Betätigung vor Blutentnahme

Probeentnahme

Vene maximal 3 Minuten stauen

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Serum 1 Monat bei 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
7 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Proteine/ Entzündung

Analytik

Methode
Farbtest, Biuret-Methode [Cobas 8000]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 3%.


Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 8%

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
Erwachsene
66 - 87 g/l
Nabelschnur
Frühgeborene
Neugeborene
1 Woche
7 Monate - 1 Jahr
1 - 2 Jahre
> 3 Jahre
48 - 80 g/l
36 - 60 g/l
46 - 70 g/l
44 - 76 g/l
51 - 73 g/l
56 - 75 g/l
60 - 80 g/l

Störfaktoren: Proben von Patienten mit Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie), können in seltenen Fällen zu unzuverlässigen Resultaten führen
Medikamente:Dextran (Promit, Rheomacrodex) > 30 mg/mL [analytisch]
Umrechnung / Faktor
[g/L] × 0.1 = [g/dL]
[g/dL] × 10 = [g/L]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Ein abnormes Gesamtprotein ist in manchen Fällen von einer Dysproteinämie begleitet.

Bei einer Dysproteinämie ist das Verhältnis der Konzentrationen der einzelnen Plasmaproteine verändert. Es werden bestimmte Proteine vermehrt gebildet, selektiv verloren (Niere, Darm) oder verbraucht. Die Proteinelektrophorese zeigt möglicherweise ein pathologisches Resultat, der Hämatokrit ist normal. Dysproteinämien treten z. B. bei monoklonalen Gammopathien, akuten und chronischen Entzündungen, Proteinurien, Proteinmangelernährung und Lebererkrankungen auf.

Dagegen sind bei einer Hyper- oder Hypoproteinämie, als Folge einer Störung des Wasser- oder Elektrolythaushaltes, alle Serumproteine gleichsinnig vermehrt oder vermindert. Die Proteinelektrophorese zeigt ein normales Resultat, der Hämatokrit ist pathologisch.

Auch Proteinverluste in den Darm oder durch die Haut (Verbrennungen) sind nicht selektiv.

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