Analysen­verzeichnis

Histamin

Stamminformationen

Analysenname
Histamin
Indikation
Nur sinnvoll bei einer Histaminintolleranz

Präanalytik

Material
EDTA, Monovette violett, 2.7ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

keine Histaminreiche Nahrungsmittel wie Käse, Rotwein oder Sauerkraut in den letzten 12 h vor der Blutentnahme.

Probeentnahme

Probe innerhalb 3 Std. nach Entnahme zentrifugieren, Plasma einfrieren

Probenbehandlung

Pobe innerhalb 3 Std. zentrifugieren und einfrieren

Mindestvolumen
1 EDTA-Monovete 2,7 ml
Haltbarkeit / Lagerung
gefroren
Bemerkung Nachbestellung
nicht möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
EDTA Monovette2.6 ml313201Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Chemie: Plasma/Serum
Rubrik
Zusätzliche Analysen, Handeintrag

Analytik

Methode
Radioimmunoassay (RIA)
Analysenfrequenz
2 x pro Woche
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Alter
Referenzwert
-
< 1.0 µg/l

Störfaktoren: nur möglich aus hämolysefreiem EDTA-Plasma, histaminreiche Nahrung in den letzten 12h vor der Blutentnahme, Blut nicht innerhalb 3h verarbeitet und gefrohren

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Histamin entsteht durch die Decarboxylierung der Aminosäure Histidin vorwiegend in Mastzellen/Basophilen und histaminergen Neuronen. Eine kleinere Menge wird auch von Monozyten, Lymphozyten und Thrombozyten synthetisiert.
Abgebaut wird es über die Histamin-Methyltransferase, welche besonders in Kolonschleimhaut, Leber, Milz und Lunge vorkommt und die Diaminoxidase, welche ein ubiquitär exprimiertes Enzym ist.

Über die Aufgabe von Histamin ist noch nicht vieles bekannt. Durch pharmakologische Blockierung der einzelnen Rezeptoren konnten aber folgende Funktionen festgestellt werden:
- Muskelkontraktion der glatten Muskulatur im Darm, Uterus, Bronchien und Gefässen
- Juckreiz
- H1 Rezeptoren: Adrenalinausschüttung in Nebennierenrinde, kardial: verstärkte Depolarisation am Sinusknoten, negativ inotrop, immunmodularisch: pro-inflammatorische Effekte, NO-Freisetzung aus Gefässendothel
- H2 Rezeptoren: Vasodilatation, Stimulation der Magensaftsekretion, antiiinflammatorisch: Aktivierung von Suppressor-T-Zellen (auch H1), Reduktion der Antikörpersekretion von Plasmazellen
- H3 Rezeptoren: Autoregulation der Transmitterfreisetzung von Histamin