Analysen­verzeichnis

LH (Lutotropin)

Stamminformationen

Analysenname
LH (Lutotropin)
Indikation
Frauen: Zyklusstörungen, Sterilitätsdiagnostik, Bestimmung des Zeitpunktes der Ovulation bei Sterilitätsbehandlung, Hirsutismus, Hormonsubstitution nach der Menopause
Männer: Hypogonadismus, Sterilitätsdiagnostik
Suchbegriffe
Luteinisierendes Hormon, Lutropin, Luteotropes Hormon

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Blutspiegel tageszeitabhängig

Probeentnahme

Blutentnahme zwischen 7 und 9 Uhr

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
2 Wochen bei 4 - 8 °C, 6 Monate bei -15-20 °C
Bemerkung Nachbestellung
7 d nach Blutentnahme
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Hormone

Analytik

Methode
Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA), Sandwichprinzip [Cobas 8000] Standard: 2. International Standard (NIBSC) 80/552
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 3%.



Material
Alter
Referenzbereich
Serum
Frauen:
Follikelphase
Ovulationsphase
Lutealphase
Postmenopause
2.4 - 12.6 IU/l
14.0 - 96.0 IU/l
1.0 - 11.4 IU/l
7.7 - 85.5 IU/l

Männer
1.7 - 8.6 IU/l

Störfaktoren: Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag), Antikörper gegen tierische Immunglobuline (z. B. HAMA), Antikörper gegen Streptavidin
Umrechnung / Faktor
[IU/L] = [mlU/mL]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
LH wird in der Adenohypophyse synthetisiert. Unter dem Einfluss des Hypothalamushormons Gonadorelin (GnRH) wird LH in Pulsen freigesetzt, deren Frequenz im Verlauf des Menstruationszyklus ändert. Ein zirkadianer Rhythmus wurde nachgewiesen. LH stimuliert bei Frauen die Bildung von Androgenen in den Thekazellen der Follikel, die Ovulation selbst und die Synthese von Progesteron durch das Corpus luteum. Bei Männern stimuliert LH die Bildung von Testosteron in den Leydigzellen des Hodens. Progesteron und Testosteron kontrollieren die LH-Synthese durch eine negative Rückkopplung.

LH (Molekulargewicht ca. 24'000 Dalton) bildet mit FSH, TSH und HCG eine Familie strukturverwandter Glykoproteine. Alle diese Hormone bestehen aus zwei Eiweissketten, genannt alpha und beta, die nichtkovalent miteinander verbunden sind. Die alpha-Kette, bestehend aus 92 Aminosäuren mit 2 an Asparagin gebundenen Kohlenhydrateinheiten, ist bei allen identisch. Die beta-Kette bestimmt die Spezifität des LH. Sie besteht aus 115 Aminosäuren und besitzt eine an Asparagin gebundene variable Kohlenhydrateinheit.

Humanes LH ist heterogen. Es besteht aus zahlreichen Isoformen, die sich in der Aminosäuresequenz, aber und im Glykosilierungsgrad unterscheiden - ein Grund für die Tatsache, dass verschiedene LH-Testkits unterschiedliche Resultate ergeben.

Links zu Analysen