Analysen­verzeichnis

Praeklampsie-Diagnosik sFLT1/PlGF

Stamminformationen

Analysenname
Praeklampsie-Diagnosik sFLT1/PlGF
Indikation
V.a. Praeklampsie und deren Verlaufskontrolle

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
48h bei 4°C, 6 Monate bei -20°C (nur einmal einfrieren!)
Bemerkung Nachbestellung
nur aus tiefgefrorener Probe möglich
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität

Analytik

Methode
ElektroChemiLumineszenz-ImmunoAssay "ECLIA" [Cobas 8000]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Cut-offs:
Early-onset Präeklampsie (vor der 34. SSW):
rule-in (Nachweis) cut-off von 85: 88% Sensitivität bei 99.5% Spezifität
rule-out (Aussschluss) cut-off von 38

Late-onset Präeklampsie (nach der 34+1 SSW):
rule-in (Nachweis) cut-off von 110: 58% Sensitivität bei 95.5% Spezifität
rule-out (Aussschluss) cut-off von 38



PIGF: Messungenauigkeit < 4%.
sFLT-1: Messungenauigkeit < 3%.

Störfaktoren: hohe Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag), Acetylcystein erniedrigt den Wert, extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Analyt-spezifische Antikörper, Streptavidin sowie Ruthenium (selten)

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Präeklampsie (PE) ist eine Erkrankung, die bei 3-5% der Schwangerschaften auftritt und eine hohe Mortalitärs- bzw. Morbiditätsrate für Mutter und Kind führt. Ab der 20. Schwangerschaftswoche wird die Erkrankung durch Hypertonie und Proteinurie gekennzeichnet.

Die Ursache scheint die Freisetzung von Angiogenesefaktoren in der Plazenta zu sein. Dies führt zu einer Funktionsstörung des Endothels. Durch den Nachweis der PIGF- und sFlt-1-Konzentration im Blut kann eine normale Schwangerschaft von einer mit PE einhergehenden Schwangerschaft, noch vor dem Auftreten der klinischen Syndrome, unterschieden werden.

Während einer normalen Schwangerschaft steigt der PIGF Wert in den ersten beiden Trimester an und fällt gegen Ende ab. Der sFlt-1 Wert ist während den ersten beiden Trimester gleich und steigt dann gegen Ende hin an. Bei Frauen, welche an PE erkrankt sind, konnten höhers sFlt-1-Konzentrationen und niedrige PIGF-Konzentrationen festgestellt werden, als in der normalen Schwangerschaft.