Analysen­verzeichnis

S-100

Stamminformationen

Analysenname
S-100
Indikation
Malignes Melanom, Hirn
Suchbegriffe
Neuronales saures calciumbindendes Protein S100B

Präanalytik

Material
Serum, Monovette braun, 7.5ml
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

Patienten, welche mit > 5 mg/Tag Biotin behandelt werden, Blutentnahme mindestens 8 h nach letzter Biotin-Gabe

Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
8h bei RT, 2d bei 2-4 °C, 3 Monate bei -20 °C (5-maliges Einfrieren ist möglich)
Bemerkung Nachbestellung
innerhalb von 1 Woche
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Chemie

Analytik

Methode
Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA), [Cobas 8000]
Analysenfrequenz
Serum einmal pro Woche (Liquor: Dienstag und Freitag)
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 3%.

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
-
<0.105 ug/l

Störfaktoren: hohe Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag), Antikörpern gegen Analyt-spezifische Antikörper, Streptavidin sowie Ruthenium

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
S100 ist ein kleines dimerisches Protein, welches zu einer multigenetischen Familie Calciumbindender Proteine. Das Molekulargewicht liegt bei ca. 10.5 kDa.

S100 A1 und S100 B werden zum grössten Teil von Zellen des zentralen Nervensystems, meist astroglialen Zellen, exprimiert. Sie kommen aber auch in Melanomzellen und manchmal auch in anderen Geweben vor.

Das funktionelle, aus Hetero- oder Homodimeren von A1 und B bestehende Protein spielt in mehreren intra- und extrazellulären regulatorischen Aktivitäten eine Rolle. Bei Patienten mit malignem Melanom, besonders in den Stadien II, III und IV, können erhöhte S100-Serumkonzentrationen auf ein Fortschreiten der Erkrankung hinweisen. Serielle Messungen können für die Nachkontrolle und Überwachung des Therapieerfolges bei diesen Patienten von Nutzen sein.

Darüber hinaus steigt bei einer Vielzahl zerebraler Läsionen die S100-Konzentration im Liquor (cerebrospinal fluid, CSF) an und wird ins periphere Blut abgegeben. Der Nachweis von S100 bei Patienten mit zerebralen Schädigungen unterschiedlicher Ursache, z. B. Schädel-Hirn-Traumaoder Schlaganfall, ist möglich.