Analysen­verzeichnis

Thyreoglobulin

Stamminformationen

Analysenname
Thyreoglobulin
Indikation
Verlaufskontrolle des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms, Struma (Beurteilung der Wachstumstendenz), Abklärung der kongenitalen Hypothyreose (DD zwischen Schilddrüsenagenesie und Schilddrüsenhypoplasie), Marker für den Gewebeschaden bei Schilddrüsenerkrankungen, Verdacht auf Thyreotoxicosis factitia
Suchbegriffe
Tg, Tgb, hTG , engl. thyroglobulin

Präanalytik

Material
Serum [Monovette braun]
Mindestvolumen
2 ml
Haltbarkeit / Lagerung
Serum 24h bei 2-8 °C, 1 Monat bei -20°C.
Bemerkung Nachbestellung
24h bzw. 1 Monat
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Serum CAT mit Gel7.5 ml308254Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Labor
Auftragsformular
Klinische Chemie / Autoimmunität
Rubrik
Schilddrüse

Analytik

Methode
TRACE [Kryptor]
Analysenfrequenz
täglich
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 6%

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
Erwachsene
1.6 – 61.3 ng/ml

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Thyreoglobulin (TG) wird als Homodimer aus zwei jeweils 2749 Aminosäuren langen Peptidketten, in den Follikelzellen der Schilddrüse synthetisiert und in das Follikellumen sezerniert. Das Molekül besitzt eine Molmasse von 660 kDa und enthält rund 130 Tyrosinreste. TG macht etwa die Hälfte des Kolloids der Schilddrüse aus und wird nur dort hergestellt, es eignet sich deshalb gut als spezifischer Marker zum Nachweis von Schilddrüsengewebe.

Die TG-Bildung wird von TSH stimuliert. Durch die Iodierung der Tyrosinresten werden am TG die Schilddrüsenhormone Thyroxin (Tç), Triiodthyronin (T3) und reverses T3 gebildet. Dort wird es gespeichert, bis das TG aus dem Follikellumen durch eine Wiederaufnahme in Thyreozyten gelangt. Dort werden sie durch Hyrolyse freigesetzt und anschliessend sezerniert. Das TG wird in der Schilddrüse wiederverwertet oder teilweise in der Leber metabolisiert. Die zirkulierende TG-Konzentration ist von der Menge an Neubildung (TSH-stimuliert), aber auch von der nach Therapie verbliebenen Masse abhängig.

Obwohl sich TG als geeigneter spezifischer Marker von Schilddrüsengewebe eignet, ist es in der Diagnostik von des Schilddrüsenkarzinoms unspezifisch. Denn erhöhte TG-Konzentrationen lassen sich bei benignen Schilddrüsenerkrankungen sowie bei malignen Erkrankungen nachweisen.
Die TG-Konzentration ist aber gut geeignet als Verlaufskontrolle von differenzierten Schilddrüsenkarzinomen.

Exogen zugeführte Schilddrüsenhormone supprimieren die TSH-Sekretion und inhibieren dadurch gleichzeitig auch die TG-Synthese.
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