Analysen­verzeichnis

Albumin

Stamminformationen

Analysenname
Albumin
Indikation
Nachweis und Verlaufskontrolle einer diabetischen Nephropathie
Suchbegriffe
Mikroalbumin

Präanalytik

Material
24h-Urin ohne Zusatz;Urin, Monovette gelb, 8.5ml
Bemerkungen

Material

Nicht möglich aus 24h-Urin mit Säurezusatz.

Probeentnahme

Sammelbehälter anfordern, 24h-Urin sammeln in Sammelbehälter Achtung Urin darf nie in Kontakt mit Glas- oder Metallbehältern kommen!, Menge auf Auftragsformular notieren, mischen, 1 Urinmonovette aus 24h-Sammlung ins Labor bringen, ev. ganze Urinmenge.

Mindestvolumen
1 Urinmonovette
Haltbarkeit / Lagerung
Urin 1 Wo bei + 4 - 8 °C
Bemerkung Nachbestellung
Nachbestelung: 7 Tage
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Urinsammelflasche NFT3000 ml389209Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen;Laborauftrag Sursee / Wolhusen
Rubrik
Proteine

Analytik

Methode
immunologischer Trübungstest [Cobas 8000 c502] Analytische Nachweisgrenze: 3 mg/l Standard: CRM 470
Analysenfrequenz
Mo-Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messungenauigkeit < 4%.



Sinnvoll ist die Angabe als Albumin/Creatinin Quotient.

Material
Alter
Referenzbereich
Urin
Erwachsene
< 20 mg/l
< 30 mg/d
Kinder: 3 - 5 Jahre
< 20 mg/l
Umrechnung / Faktor
[mg/L] × 0.0152 = [µmol/L]
[g/L]× 15.2 = [µmol/L]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Albumin ist der Marker für eine diabetische Nephropathie. Bei normaler Nierenfunktion wird Albumin (MW 66' 400 Dalton) grösstenteils zurückgehalten; die Ausscheidung beträgt weniger als 20 mg/L bzw. 30 mg/d. Ein Anstieg des Urinalbumins ist ein frühes Zeichen eines diabetischen Nierenschadens. Ursache ist eine Strukturveränderung der glomerulären Basalmembran: sie wird durchlässiger für Makromoleküle.
Eine Albuminausscheidung von 20 - 200 mg/L bzw. 30 - 300 mg/d wird als Mikroalbuminurie bezeichnet, eine solche von > 200 mg/L bzw. > 300 mg/d als Makroalbuminurie.

Albumin im Urin dient auch als Markerprotein für verschiedenen Proteinurieformen.
Bei der selektiv glomerulären Proteinurie werden 100‑3000 mg Albumin/g Creatinin im Urin ausgeschieden. Eine nichtselektive glomeruläre Proteinurie zeichnet sich durch erhöhte
Ausscheidung höhermolekularer Proteine aus (IgG über 10 % des Albumins). Prärenale Proteinurie erkennt man durch die Diskrepanz zwischen Albumin und Gesamtprotein (Albumin unter 30 % und einer damit einhergehenden Erhöhung des Gesamtproteins). Gleichzeitige Erhöhung von Albumin und Mikroproteinen findet man bei glomerulo-tubulären Proteinurien, die entweder durch Überlastung der tubulären Rückresorption bei Glomerulopathien (z.B. nephrotisches Syndrom), bei kombinierten glomerulär-tubulointerstitiellen Nephropathien oder bei Niereninsuffizienz infolge diabetischer ephropathie oder anderer Ursachen (Überlaufproteinurie) auftreten.
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